Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Wer bin ich?

Wer bin ich?

Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes,

Römer 1,1

„Ich bin Radioredakteurin, verheiratet und Mama von zwei Töchtern. Ich liebe Finnland und ich finde Biografien spannend.“ So könnte ich mich in aller Kürze vorstellen.

Auch in der Bibel finden wir so eine persönliche Kurzvorstellung – nämlich zum Auftakt des Römerbriefes. Der Apostel Paulus stellt sich in seinem Brief an die Christen in Rom in der Einleitung vor: als jemand, der bereit ist, alles zu tun, was Jesus Christus von ihm erwartet, und als jemand, der berufen ist, Gottes Wort zu verkünden. 

Paulus erwähnt an dieser Stelle nicht seinen Familienstand, seine Bildung oder Karriere – wie wir das beispielsweise bei einer Autorenvorstellung auf einem Buchdeckel kennen. Dabei war er Pharisäer, gebildet und angesehen. Er betont hier nicht, wem er etwas voraus hat, sondern wer ihm vorausgeht; er betont nicht seine eigene Leistung, sondern seine unverdiente Berufung. Es geht nicht um ihn selbst, sondern was Gott zu sagen hat.  

Paulus bringt mich dazu, über meine Identität nachzudenken. Mein Selbstbild will ich mal nach der Art von Paulus formulieren: "Ich bin zurzeit berufen zur Radioredakteurin, um in diesem Bereich Gott Ehre zu machen. Gott hat mir einen guten Mann und zwei wunderbare Töchter geschenkt. Ich liebe es, über die Schöpfung zu staunen – zum Beispiel in der stillen Natur Finnlands. Jeder Mensch hat eine einzigartige Biografie, und ich finde es spannend zu entdecken, wie Gott in jeder Lebensgeschichte als Regisseur beteiligt sein möchte."

Wie sieht es bei Ihnen aus? Wie würden Sie sich beschreiben - und welche Rolle spielt Gott dabei?

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bitte beachten Sie beim Schreiben Ihres Kommentars unsere Netiquette.

Kommentare (1)

Die in den Kommentaren geäußerten Inhalte und Meinungen geben ausschließlich die persönliche Meinung der jeweiligen Verfasser wieder. Der ERF übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Rechtmäßigkeit der von Nutzern veröffentlichten Kommentare.
Andreas /

Vielen Dank Sonja, für Ihren aus der Reihe fallenden Beitrag, der sehr zum weiteren Nachdenken anregt.