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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Vertrösten - Nein danke!

Hans Wagner über 1.Petrus 1,3.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

1. Petrus 1,3

Schon als Kind mochte ich es nicht: Vertröstet zu werden! „Nein, das gibt es jetzt nicht. Erst nachher, wenn wir zuhause sind.“ Grr ... Ich wollte die Schokoloade sofort haben. Ich hatte sie beim Einkaufen schon gesehen und sie war doch für mich, warum dann nicht gleich? Nein. Bitte warten.  Auch als Erwachsener habe ich solche Situationen aushalten müssen. „Es tut mir leid, aber diesmal hat es nicht zur Beförderung gereicht. Es durften nur 10. Aber sie sind das nächste Mal dabei!“ Meine Zeit als Finanzbeamter. So ein Ärger.

Von Anfang an widerstrebte mir auch in christlichen Gemeinden eine Grundhaltung der Vertröstung. So in Richtung: „Ja, jetzt ist es schwer. Aber wenn wir mal im Himmel sind, wird alles wieder gut!“ Nein, das ist nicht meine Welt, das hilft mir nicht. Ich lebe jetzt, heute. Ich muss mit meinem Leben jetzt klar kommen! Und dann lese ich im 1. Petrusbrief in Kapitel 1: Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns in seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren. Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.

Wow. Das bringt es auf den Punkt. Ja, es geht um eine lebendige Hoffnung, um ein Vertrauen auf das, was kommt. Aber es hat schon begonnen! Jesus hat mich wiedergeboren, es ist schon geschehen. Diese Hoffnung ist also kein Vertrösten auf eine ferne Zukunft. Diese Zukunft hat jetzt schon begonnen. Weil Jesus lebt. Jetzt!

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Kommentare (2)

Jutta F. /

Schön!

Renate H. /

Danke, Herr Wagner, kurz, knackig, auf den Punkt gebracht.
An jedem Tag will ich mir das ins Gedächtnis rufen.
Liebe Grüße