Navigation überspringen

/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Preiset den Herrn

Hans Wagner über Psalm 102, 21-22.

Der HERR sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes.

Psalm 102,20–21

Wenn ich sonntags den Gottesdienst besuche, habe ich sie immer dabei: Die Bibel. Früher war sie noch ein gebundenes Buch, dick und auffällig in der Hand. Heute befindet sie sich auf meinem Smartphone. Ich liebe es, Texte mitlesen zu können, während ich der Predigt lausche.

Und immer wieder gibt es den Moment, an dem ich denke: Wow, so hat dich dieser Bibelvers ja noch nie angesprochen! Er passt ja genau in meine Situation. Als wäre er gerade für mich so aufgeschrieben worden. Natürlich weiß ich, dass die Texte zuerst in ihre Zeit hineingehören. Trotzdem kann Gott durch sie bis heute zu uns sprechen. Erst in seiner Gegenwart werden sie lebendig.

Ein Beispiel: Von seiner heiligen Wohnung im Himmel blickt der HERR herab auf die Erde, um das Stöhnen der Gefangenen zu hören und die zum Tod Verurteilten freizulassen. So steht es in Psalm 102, die Verse 20 und 21. Aufgeschrieben damals für das Volk Israel. Gleichzeitig aber auch ermutigend für jeden Menschen, der heute aufgrund seines Glaubens von Gefängnis oder anderem bedroht oder betroffen ist.

Für jeden gilt diese Feststellung. Und in diesem Fall ist es sogar so, dass der Beter das extra dazu geschrieben hat, denn unmittelbar vorher im Vers 19 ist zu lesen: Diese Worte soll man aufschreiben für eine kommende Generation. Dann wird ein neu erschaffenes Volk den Herrn preisen. Da kann ich nur sagen: So soll es geschehen. Auf hebräisch: Amen!

Ihr Kommentar

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.