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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Nah bei Gott

Joachim Bär über Psalm 92,14.

Der HERR spricht: Er liebt mich, darum will ich ihn erretten.

Psalm 91,14

In meinen Zwanzigern habe ich es geliebt, zu klettern. Am liebsten waren mir abwechslungsreiche, vorgesicherte Klettersteige. Aber auch mit eigenem Seil und Kletterpartner war ich unterwegs.

Gerade bei dieser Art des Kletterns ist es wichtig, das Seil als die Lebensversicherung ernst zu nehmen. Wo es möglich ist, sollte man nur wenig nach rechts oder links davon abweichen, um unangenehme Stürze zu vermeiden. Auch sollte der Kletterpartner das Seil nicht zu locker führen – und ich sollte es nah bei mir führen. Jeder überflüssige, lockere Zentimeter vergrößert einen möglichen Sturz.

Ich musste mich damals oft ins Seil fallen lassen. Üble Stürze waren keine dabei. Weil ich mich nah an das lebensrettende Seil hielt.

Dieser Sport ist für mich ein gutes Sinnbild für eine Aussage aus dem 91. Psalm. Der Psalm beschreibt auf verschiedene Weise, wie Gott die beschützt, die sich auf ihn verlassen. Vers 14 lautet dann: „Weil er an mir hängt, will ich ihn retten.“

Gott spricht hier selbst und sagt: Wer ganz auf mich vertraut, wer sich an mich wendet, den halte ich in meinen guten Händen.

Ich will mich heute an Gott wenden mit meinen Fragen und Herausforderungen – und damit in seiner Nähe sein. Und dann ganz darauf vertrauen, dass er mich hält. Wie damals mein Kletterseil.

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Kommentare

Regina Z. /

Sehr geehrter Herr Bär
Sehr schön haben Sie das gesagt. Vielen Dank für diese aufbauende Botschaft. Hat mich sehr erbaut.
Freundliche Grüße
Regina Z.