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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Meine Seele erhebt den Herrn

Wolf-Dieter Kretschmer über Lukas 1,49.

Maria sprach: Er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

Lukas 1,49

Ich frage mich, wie das sein muss, wenn man Besuch von einem Boten Gottes bekommt und dieser einem mitteilt, dass das eigene Leben sich auf den Kopf stellen wird. Alle meine Pläne werden über den Haufen geworfen. Ich soll mich auf ein Abenteuer der besonderen Art einstellen. Gleich am Anfang wird etwas geschehen, das nach menschlichem Ermessen unmöglich ist.

Maria, die Mutter Jesu, hatte genau das erlebt. Und weil sie das Erlebte erst einmal verarbeiten musste, hatte sie ihre Verwandte Elisabeth besucht.

In der Begegnung mit Elisabeth entstand ein Lied, das Lukas aufgeschrieben hat. Gleich im ersten Kapitel lese ich ab Vers 46 folgendes.

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. (…) Er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. (Lukas 1, Vers 49)

Kein Wort des Zweifels. Kein versteckter Vorwurf. Maria nahm das an, was Gott ihr durch seinen Boten hatte ausrichten lassen. Sie ehrte Gott. Mehr noch. Sie freute sich, dass Gott sich ihr zugewendet hatte.

Natürlich ist dieser Vorgang einmalig in der Geschichte gewesen. Und doch kann ich von ihr etwas lernen.

Maria war bereit gewesen, sich ohne Wenn und Aber Gott zu Verfügung zu stellen. Und zwar auch dann, wenn es für sie bedeutete, einen herausfordernden Weg einzuschlagen, dessen Ende sie nicht absehen konnte.

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Kommentare (1)

Gerhard S. /

Mir ist nicht klar, woher Lukas genau den Lobpreis Marias kannte.