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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

In allen Lebenslagen

Melanie Bonnkirch über Hiob 12,10.

In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.

Hiob 12,10

„Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand“ – diese Ermutigung spreche ich gern anderen zu, die gerade eine schwierige Zeit durchmachen. Ich sage das ganz erst und meine es auch so. Denn ich glaube, dass Gott zu mir hält, wenn es kein anderer mehr tut. Ich weiß: Er gibt mir Halt und fängt mich sicher auf; ich falle nicht ins Bodenlose.

Jedoch muss ich zugeben, dass ich so eine Zusage leichter ausspreche, wenn in meinem Leben alles im grünen Bereich ist. Und so sitze ich heute auf dem großen Stuhl beim Zahnarzt, der langsam nach unten fährt, um mich in eine waagerechte Position zu bringen. Nervös rutsche ich hin und her. Ich habe schon etwas Angst und merke, wie sich meine Finger in die Hose graben.

Dann erinnere ich mich an den Satz „Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Perfektes Timing -jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür. Ich schließe meine Augen bete: „Herr, ich weiß, du bist gerade bei mir. Bitte schenke mir Ruhe, lass mich entspannen und hilf mir der Zahnärztin nun zu vertrauen.“ Ich weiß, dass einige meiner Freunde heute Morgen an mich denken. Auch sie beten für mich.

Gott hat uns geschaffen. Er ist mit uns, um uns, in uns. Im Buch Hiob, Kapitel 12, Vers 10 heißt es ausdrücklich: „In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.“ Gott hält also tatsächlich alles in der Hand. Ob es kleine Ängste beim Zahnarzt sind oder große Sorgen des Lebens. Ich bin dankbar, dass ich sein Kind sein darf und er mich in jeder Lebenslage auffängt.

Ihr Kommentar

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Kommentare

Bernd L. /

Liebe Frau Bonnkirch,
herzlichen Dank für Ihre schönen Gedanken vom Tag, die mich sehr berührt haben und mir großen Mut machen. An diese Gedanken werde ich mich oft und gerne erinnern.
Liebe Grüße
Bernd L.

Volker B. /

Aber Frau Bonnkirch,
dann hatten sie noch nie wirklich lebensbedrohliche Situationen zu meistern. Was soll denn beim Zahnarzt passieren? Vor einer Operation in der ihnen ein lebebswichtiges Organ entnommen wird, auf einer langen Reise mit ihren ganzen Unwägbarkeiten, da kann ich diesen Zuspruch verstehen, aber beim Zahnarzt in unserer Gesellschaft?
Hoffe, dass sie nie in so eine Situation kommen und ich weiss aus eigener Erfahrung, das Gott einen hindurch trägt, aber manchmal hat man einfach Angst. Und die ist auch verständlich..