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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ich mache das ganz allein

Melanie Bonnkirch über 5. Mose 30,19.

Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst.

5. Mose 30,19

Einer der Lieblingssätze meiner vierjährigen Tochter ist zurzeit: „Mama, ich kann das schon ganz alleine.“ Schön und gut. Das Kind probiert sich aus und sammelt wertvolle Erfahrungen, die es im weiteren Verlauf seines Lebens braucht.

In manchen Situationen wäre es jedoch einfacher, schneller und vor allem sicherer, wenn ich eingreife. So halte ich die Luft an, wenn meine Tochter zielsicher das schärfste Messer wählt, das die Küchenschublade hergibt und beginnt, damit ihre Wurst zu schneiden. Sich helfen lassen? Auf gar keinen Fall, beschließt die Kleine.

Ich kann mir vorstellen, dass Gott auch manchmal die Luft anhält, wenn wir versuchen, brenzlige Situationen ohne ihn zu lösen. Das war schon vor mehr als 3.000 Jahren bei den Israeliten so. Mose führt das Volk aus der Sklaverei in Ägypten. Der Weg ins neue gelobte Land ist lang, anstrengend und kräftezehrend. Doch Mose ermutigt seine Leute mit einem beispiellosen Angebot Gottes: „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhangest. Denn das bedeutet für dich, dass du lebst und alt wirst.“ – Das kann man nachlesen im 5. Buch Mose, Kapitel 30 ab Vers 19.

Gott hat einen Plan mit seinem Volk. Er hat alles vorbereitet und unterstützt die Israeliten. Nichts weniger als ein neues Land und ein segensreiches Leben hält Gott für sie bereit. Das Volk kann das Angebot auch ausschlagen und alleine seinen Weg gehen, auf eigene Verantwortung. Aber es lohnt sich, in Gottes angebotene Hand einzuschlagen.

Ich glaube daran, dass Gott auch für mein Leben heute einen Plan hat und mich einlädt, ihm zu folgen und zu vertrauen. Ein solches Angebot gibt es auch für Sie. Wo ist es für Sie heute dran, sich von Gott helfen zu lassen?

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Kommentare (3)

WGR /

Welchen Plan ? Gott hat mir Freiheit gegeben! Ich darf ihn bitten, mich zu begleiten !

Brigitte P. /

Frau Bonnkirch, ich freue mich immer Ihre Stimme zu hören, es tut gut Ihnen zuzuhören. Ich bin Oma von zwei Enkeln und ich liebe sie, aber ich bin auch froh wenn ich sie wieder zu ihren Eltern mehr

Heinrich D. /

Mir kommt diese Auslegung als zu weich, und am Thema vorbei vor. Es geht nicht um evtl. sich evtl. zu verletzten, sondern um Leben und Tod, wenn wir nicht auf Gott hören.