/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Großzügig leben
Wolf-Dieter Kretschmer über Sprüche 11,25.
Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.
Es gibt Charaktereigenschaften, von denen ich mich angezogen fühle und solche, die mich abstoßen. Geizige Menschen, beispielsweise, haben eine Lebenseinstellung, die mir zuwider ist. Vielleicht ist das deshalb so, weil sie eine Haltung des Mangels ausstrahlen und den Eindruck vermitteln, alles festhalten zu wollen.
Ganz anders verhält es sich mit großzügigen Menschen. Ich spüre die Freude, ihrem Umfeld Gutes zu tun. Das färbt auf mich ab.
In der Bibel lese ich ähnliche Gedanken. Im Buch der Sprüche steht:
Wer großzügig gibt, wird selbst reich belohnt, und wer andere satt macht, wird auch für sich selbst genug haben. Sprüche 11, Vers 25 Übersetzung Das Buch
Wenn ich in meinem Leben Freude und Zufriedenheit vermisse, kann ein kritischer Blick auf meine Lebenseinstellung helfen, dem Grund auf die Spur zu kommen.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich all die guten Dinge in den Blick nehme, die mir Gott in der Vergangenheit geschenkt hat. Denn das ist sicher: Gott selbst geizt nicht mit Freude und Zufriedenheit.
Geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt man. Wie würde sich das anfühlen, wenn ich heute jemandem eine Freude bereite? Dabei geht es noch nicht einmal um Geld oder materielle Güter.
Einfach da sein. Sich Zeit nehmen. Zuhören. Mitdenken und Fragen stellen, aus denen das Gegenüber erkennen kann, dass ich interessiert bin. Und dann handeln, wenn ich merke, wie ich helfen kann.
© KI Generiert von Elmira/
Ihr Kommentar
Kommentare (2)
Ja,das hört sich schön an .
Mir geht es so ,dass andere Menschen mit ihren Problemen mir jegliche Positive Energie rauben würden.
Ich brauche Zeit mit Gott und Raum dafür .
Ich gebe an Zeit und … mehrVerständnis was ich kann .
Ich bete auch für sie .
Sie glauben nicht an Gott und ich habe den Eindruck ,dass sie das vlcht spöttisch empfinden oder über mich spöttisch denken .
Möglicherweise sag ich es ihnen trotzdem . Es sagt ihnen ja sonst keiner ,dass Gott bei ihnen ist und ihnen helfen will und kann .
Wenn Sie noch einen Rat haben ,herzlich gern .
LG Jeannette aus Berlin
Wenn diese Rechnung so immer aufginge!: Man setzt sich mit ganzem Herzen für andere ein, und dann, wenn man selbst mal kraftlos wird, nehmen andere auch Anteil... Aber weit gefehlt!
Unter den … mehrverfolgten Christen im Osten damals hat dieses Geben und Nehmen immer ganz selbstverständlich funktioniert: Alle bekamen gesellschaftlich massiven Gegenwind und haben sich dabei treu gegenseitig gehalten. Hing der eine durch, bekam er Zuspruch vom anderen.
Aber hier in der Konsum-Mentalität des Westens kann man in den Gemeinden erschreckende Beobachtungen machen: Leute engagieren sich jahrelang zu 100 Prozent in der Gemeinde und verschwinden dann plötzlich von der Bildfläche. Keiner fragt mehr nach ihnen. Sie sind gegangen, und niemanden kümmert es!!!!! Es ist, als wären sie nie dagewesen. Und wenn man dann mal nachforscht und die Betreffenden fragt, was los war, erfährt man mit Schrecken, wie allein sie gelassen wurden, als sie selber mal nicht mehr konnten und wie noch auf ihnen herumgetrampelt wurde. Und das sind keine Einzelfälle! Also Sprüche 11,25 bleibt wohl eher eine Wunschvorstellung, Realität hier und heute ist leider Philipper 2,21.