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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Frischer Tau

Andreas Odrich über Hosea 14,6.

Gott spricht: Ich will für Israel wie der Tau sein, dass es blüht wie eine Lilie.

Hosea 14,6

Es staubt bei uns. Regen bleibt aus. Die Natur vertrocknet, Flüsse und Seen gehen dramatisch zurück. So extrem wie in diesem Sommer haben wir's selten erlebt. Noch fließt Wasser aus dem Hahn, als wäre nichts gewesen. Aber wer weiß, wie lange das noch so selbstverständlich geht.

Im Kernland der Bibel, in Israel, sind solche Situationen seit jeher bekannt. Wasser war und ist dort schon immer ein kostbares Gut. Viele Gleichnisse und Beispiele in der Bibel drehen sich deshalb ums Wasser.

Als das Volk Israel nicht nur wegen der klimatischen Bedingungen verschmachtet, sondern auch weil es sich in Schuld verstrickt hat und am Boden liegt, spricht ihm Gott dem Volk durch den Propheten Hosea zu:

„Ich will für Israel wie ein Tau sein, dass es blüht wie eine Lilie.“

Tau auf frischem Gras am Morgen. Das ist in trockene Zeiten ein großes Hoffnungsbild. Neuanfang, die Chance wieder aufzublühen, einer neuen Zukunft entgegenzuwachsen, all das steckt in diesem Bild.

Obwohl Gott sein Volk und die Menschheit an sich angesichts unserer Handlungsweisen vernichten könnte, tut er es nicht. Stattdessen verheißt er neues Leben. Was für eine Chance. Dafür gilt es Gott zu danken und diese Chance zum Neuanfang zu nutzen.

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