/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Fremdschämen? Überflüssig!
Oliver Jeske über Markus 10,16.
Jesus herzte die Kinder und legte die Hände auf sie und segnete sie.
Ich lasse mich ungern zum Affen machen. Und schon gar nicht lasse ich mich von anderen in ihre blöden Ideen mit reinziehen. Das ist peinlich!
Haben Sie sich schon mal so richtig fremdgeschämt? Die Nachfolger von Jesus von Nazareth haben ganz bestimmt gelegegentlich mit den Augen gerollt oder unter sich geschaut. Sie folgten einem begnadeten Lehrer, einem Heiler – ja dem Messias schlechthin. Und dann passiert Folgendes: Jesus gerät in einen Pulk Mütter mit kleinen Kindern. Und was macht er? Im Matthäusevangelium heißt es: "Jesus nahm die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf uns segnete sie" (Matthäus 19,16 – BasisBibel).
Das tat sonst keine würdevolle Person in der Zeit damals vor 2.000 Jahren. Und schon gar nicht in der Öffentlichkeit! Doch Jesus schien sich um die öffentliche Meinung nicht zu scheren. Stattdessen stellte er Kinder hin als ein Vorbild, wenn es darum geht, einfach auf Gott zu vertrauen.
Was macht das mit mir? Auch ich kenne Situationen, in denen mich die Scham davon abhält, einfach das Richtige zu tun. Ich möchte von Jesus lernen. Ich möchte sein Nachfolger sein – mich von ihm anstecken lassen, indem ich seinem Beispiel folge.
Es mag banal klingen, aber: Das Richtige tun ist immer richtig! Jesus lädt mich ein, auf ihn und nicht auf die Meinung anderer Menschen zu schauen. Das macht mich frei, ihm zu folgen. Im Zweifel gilt, was er über mich denkt. Und vielleicht steckt dann hinter manchem verächtlichen Grinsen doch heimliche Hochachtung. Dafür, dass ich meinen Prinzipien und meinem Gott treu bin.
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Kommentare (1)
Vielen Dank für Ihre Worte! Sie haben mir heute gerade sehr geholfen!! Grüsse aus Montevideo, Uruguay.