/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Eine Burg ist mehr als ein altes Symbol
Gedanken von Bernd Kortmann zum Bibeltext Psalm 18,3.
HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!
Es ist schon erstaunlich, was ein Wiederhören auslösen kann. Als Kind habe ich zusammen mit meiner Schwester gern die Abenteuer der “Fünf Geschwister” gehört. Manche ihrer Erlebnisse spielten auf einer Burg. Damals war das einfach spannend.
Als Erwachsener klingt manches anders. Die Gefahren wirken bedrohlicher. Gleichzeitig erscheint die Burg kleiner, als ich sie in Erinnerung hatte. Aber eines bleibt: Eine Burg ist mehr als ein Spielplatz. Sie ist ein Ort des Schutzes. Ein Platz, an dem man sicher sein kann. Das war schon vor 3.000 Jahren so.
Deshalb verwendet König David in Psalm 18,3 ein ähnliches Bild. Er schreibt:
„Der HERR ist mein Fels, meine Festung und mein Befreier. Mein Gott ist meine Zuflucht, mein Schild und ein starker Retter, meine Burg in sicherer Höhe.“
David beschreibt Gott nicht als niedliches kleines Versteck. Für ihn ist Gott eine starke Burg. Ein Ort, an dem er Schutz findet, wenn es gefährlich wird. Ein Fels, der trägt. Ein Befreier, der ihn nicht einfach mit seinen Problemen allein lässt.
Vielleicht haben Sie selbst eine Burg vor Augen. Eine echte, die Sie besucht haben. Oder eine aus Ihrer Kindheit. Erinnern Sie sich an dieses Bild ruhig noch einmal. Und fragen Sie sich: Wo suche ich Schutz, wenn mein Leben unsicher wird?
Für David war die Antwort klar: beim Gott Israels. Wie ist es bei Ihnen?
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