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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Die wahren Verhältnisse

Markus Baum über 1. Chronik 29,11.

Dein, HERR, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.

1. Chronik 29,11

Ein König tritt ab. Nach 45 Jahren an der Spitze des Volkes Israel ordnet David, der zweite König des Landes, seine Nachfolge. David proklamiert öffentlich Salomo als seinen Thronerben.

 

So ein öffentlicher Staatsakt, wie er im 1. Buch der Chronik Kapitel 29 beschrieben wird, ist immer auch eine Chance, das Staatsvolk auf kommende Herausforderungen einzustimmen. Der Bau des Tempels in Jerusalem wird Unsummen verschlingen. Steuererhöhungen waren auch vor 3.000 Jahren schon unpopulär. Eine Art direkte Bürgerbeteiligung an dem Mammutprojekt läuft zwar auf dasselbe hinaus, aber die Leute fühlen sich dabei ungleich besser. Denn sie werden ihre Nachfahren darauf hinweisen können: Das Geld für die Balken hier hat der Opa gestiftet – die Vergoldung dort, dafür hat deine Tante einen Armreif gespendet.

 

Davids Spendenkampagne hat also Erfolg, und dass die Erbfolge auf dem Thron geregelt ist, auch das stimmt die Leute fröhlich. In dem Moment klopft sich David nicht selbst auf die Schulter, sondern reicht den Dank ganz noch oben weiter. Sein Dankgebet eröffnet er mit den Worten: „Dein, HERR, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.“

 

Ein König, der von sich selbst wegweist. Ein König, der die wahren Verhältnisse herausstellt: Gott ist der wahre Herrscher – nicht nur über einen Landstrich am östlichen Mittelmeer, sondern über die ganze Welt. Gott hat alle Macht, sein Ruhm wird nicht angekratzt oder angefochten. Alles im Himmel und auf Erden gehört Gott und niemand sonst. Noch Fragen?

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Kommentare (1)

Sabine /

Ihr Anstoß hat mir gerade gut getan. Sie haben den Vers sehr verständlich dargestellt.