/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Die Quelle des Friedens
Andreas Odrich über Jesaja 48,21.
Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen.
So langsam merken wir's auch bei uns: Wasser ist existenziell. Wochen lang kein Regen, und dann platzt alles wie ein Schwall auf die trockene Erde. Die Folge: Flut und Überschwemmung. Der Klimawandel hat alles aus dem Gleichgewicht gebracht.
Kein Wunder, dass das Wasser und seine richtige Dosierung in der Bibel eine zentrale Rolle spielt.
So auch beim Propheten Jesaja. Als er über die Befreiung des Volkes Israel aus der babylonischen Gefangenschaft berichtet, zeichnet er einen fürsorglichen und umsichtigen Gott: "Sie litten keinen Durst als er sie leitete in der Wüste, er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen, er spaltete den Fels, dass Wasser heraus kam."
Die Botschaft Jesajas: Gott führt sein Volk durch widrige Umstände, aber er lässt es nicht verhungern und erst recht nicht verdursten. Wasser kommt zur rechten Zeit, und zwar so, dass es für alle in der richtigen Menge zugänglich ist.
Jesaja beschreibt damit nicht nur die konkrete Situation, sondern die Qualität eines Lebens mit Gott an sich. Gott ist es, der alles in die richtige Balance bringt und somit auch inneren Frieden ermöglicht. Ein kleiner Nachsatz verrät es am Ende seines Berichts: "Die Gottlosen aber haben keinen Frieden."
Sie sind noch auf der Suche, irren ruhelos umher, auf dem Weg zur alles stillenden Quelle, bei der das Volk Gottes schon seinen Platz gefunden hat.
Ihr Kommentar
Kommentare (3)
Lieber Herr Odrich,
hat der Klimawandel alles aus dem Gleichgewicht gebracht? Nein, alle haben mitgemacht in den vergangenen Jahrzehnten. Gleich ob Christen oder Atheisten, alle haben das Streben … mehrnach Wachstum und Wohlstand zum eigenen Nutzen und Wohlergehen angenommen. Daß die Erde dabei immer mehr ausgebeutet wurde, daß die natürlichen Lebensgrundlagen immer größeren Schaden genommen haben, wen kümmert’s? Hauptsache uns geht es gut und wir haben Erfolg im Leben, im Beruf, in der Gemeinde… Was ist das für eine Mentalität, die auf das schaut, was begehrenswert ist, was Zustimmung verspricht, was der augenblicklichen Bedürfnisbefriedigung dient? Meiner Meinung nach ist es menschliche Naivität sowie Opportunismus, der nicht fragt nach einem tieferen Sinn. Die Zukunft des Lebens und der Schöpfung Gottes aber gibt es nicht im Pragmatismus dieser Welt und der Menschen. Die Zukunft des Lebens gibt es durch eine Bindung des Menschen an die Wahrheit. Warum sind wir so abgestumpft und gewissenlos geworden auch in der christlichen Welt? Traurig ist es, was heute geschieht.
Mit einem lieben Gruß von Frank E.
Seit wann glaubt ein Christ an den menschengemachten Klimawandel?
Wir dachten, dass wenigstens hier noch die biblische Vernunft der täglichen Gehirnwäsche standhält....
Aber nun kniet der ERF augenscheinlich ebenfalls vor dem Baal des Zeitgeistes...
Nicht zu fassen!
Danke für Ihre Auslegung mit dem Wasser und den tollen Bezug zu Gott. Es tröstet mich.