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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Der eigene Vorteil

Tobias Schier über 1. Mose 13, 8.

Vorschaubild: 1.Mose 13

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1.Mose 13

Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. (1Mo 13,8; LUT)

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Wenn Sie die Wahl hätten zwischen fruchtbarem Land und Wüste: Was würden Sie wählen? Würden sie das Beste für sich rausholen? Sicher! Würde ich auch so machen. Abram, der Stammvater des Volkes Israel, macht es anders. Die Situation war folgende: Abram und sein Neffe Lot ziehen gemeinsam von Ur in Chaldäa weg. Beide haben große Herden an Vieh, die immer größer werden. Irgendwann reichen Weiden und Brunnen nicht mehr aus. Die Hirten der beiden Männer fangen sich an zu streiten.

Abram bekommt das mit und bittet Lot um ein Gespräch. Jetzt würde ich annehmen, dass ein Streitgespräch folgt. Argumente und Vorwürfe werden einander an den Kopf geworfen. Weit gefehlt! Abram möchte nicht Recht haben oder zumindest das letzte Wort. Abram lässt Lot die Wahl zwischen dem fruchtbaren Jordantal und der trockenen Wüstenregion als zukünftiges Zuhause. Abram sagte zu Lot: „Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.“

Abram ist der Frieden, die Beziehung zwischen ihnen wichtiger als der eigene Vorteil. Er nennt sich und Lot „Brüder“, obwohl Lot doch sein Neffe ist. Für mich Ausdruck der tiefen Verbundenheit, die Abram Lot gegenüber empfindet. Abram besitzt die Freiheit und lässt Lot die Wahl. Woher er diese Freiheit nimmt? Aus der Sicherheit, dass Gott sein Versorger ist. Und der Fortgang der Geschichte gibt ihm Recht: Seine Herden wachsen weiter und er geht in eine große Zukunft. Woher nehmen Sie Ihre Sicherheit?

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Kommentare

Regina Z. /

Sehr geehrter Herr Schier
Ihre Gedanken zu Abram und Lot hab ich gern angehört. Haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihr Teilen mit uns Zuhörern.
Herzlich Regina Zwisler