/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Gott, meine Zukunft und Vertrauen
Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext 5. Mose 18,10-13.
dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir.[...]
Es gibt Dinge, die sich kategorisch ausschließen. Sie stehen sich völlig gegensätzlich gegenüber, wie Feuer und Wasser, Tag und Nacht. So verhält es sich auch mit dem Vertrauen auf den Gott der Bibel und mit bestimmten Dingen, die ich tue. Das gibt Gott seinem auserwählten Volk Israel mit auf den Weg, bevor es in das gelobte Land einzieht, wo andere Völker finstere Praktiken haben. Im fünften Buch Mose heißt es:
„Niemand von euch darf seinen Sohn oder seine Tochter als Opfer verbrennen, niemand soll wahrsagen, zaubern, Geister beschwören oder Magie treiben. Keiner darf mit Beschwörungen Unheil abwenden, Totengeister befragen, die Zukunft vorhersagen oder mit Verstorbenen Verbindung suchen. Wer so etwas tut, ist dem HERRN zuwider. Gerade wegen dieser abscheulichen Bräuche vertreibt er die anderen Völker und gibt euch ihr Land. Ihr aber gehört zum HERRN, eurem Gott. Darum haltet ihm allein die Treue!“ (5. Mose 18, 10-13)
Die beschriebenen Praktiken dienten dazu, die Zukunft vorherzusagen und sie somit vermeintlich in den Griff zu bekommen. Doch das widerspricht dem, was Gott von seinem Volk erwartet. Sie sollen ihm vertrauen, und das bedeutet auch, die eigene Zukunft in Gottes Hand zu legen in der festen Überzeugung, dass Gott diese Zukunft kennt und dass er es gut mit den Menschen meint, die ihm vertrauen. Darum geht es letztlich in der gesamten Geschichte, die Gott mit seinem Volk Israel und mit der ganzen Menschheit schreibt. Adam und Eva sollten Gott vertrauen, Abraham sollte Gott vertrauen, ich soll Gott vertrauen. Wenn es am Ende der Warnungen an das Volk Israel heißt, dass sie Gott allein die Treue halten sollen, dann ist genau das gemeint: sie sollen Gott vertrauen. Treue und Vertrauen gehen Hand in Hand. Alle Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben, wissen das.
So lässt sich die Anweisung an das Volk Israel von damals auch auf heute und mich übertragen. Die große Frage an mich und alle Menschen lautet: Vertraue ich diesem Gott, oder versuche ich meine Zukunft auf anderem Weg selbst in den Griff zu bekommen? Dann geht es aber nicht darum, Totengeister zu befragen. Dann geht es eher um meine Versicherungen, meine Rücklagen auf der Bank und meine gesamte Lebensplanung und Lebensgestaltung. Die spannende Frage ist: Lasse ich Gott auch in diesen Bereichen eine zentrale Rolle spielen?
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