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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Allein unter Gästen

Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext 2. Chronik 30,27

Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam in Gottes heilige Wohnung im Himmel.

2.Chronik 30,27

Erste Gäste staunen über die Festtafel: Wunderschön dekoriert. Alles passt. Vieles kann ich vorbereiten. Anderes nur bedingt beeinflussen. Beispielsweise: Hat ein Gast das ungute Gefühl: „Ich bin allein unter all den Gästen?“ 

Gott hat vor etwa 2.700 Jahren dieses ungute Gefühl: Ich bin allein beim Passafest trotz aller, die feiern. Das Passafest als Erinnerung an den Auszug aus Ägypten steht noch im Kalender. Aber wer feiert mit mir? 

Einer gesellt sich zu Gott. Ein Nachfahre des israelischen Königs David - Hiskia, König des Südreiches Juda. Er ist angesteckt von Gottes Leidenschaft. Er begeistert die Bewohner Jerusalems und Judas für das Fest. Bringt sie dazu, Gott wieder den Ehrenplatz einzuräumen. Gott alles zuzutrauen. Auch, dass er ihnen die Festmüdigkeit vergibt. Und genau das macht Gott. Festfreude kommt bei allen auf. Auf der Erde und im Himmel. Sie feiern sogar länger als geplant. Und dann heißt es: „Danach sprachen die levitischen Priester den Segen über das Volk und Gott erhörte ihr Gebet in seiner heiligen Wohnung im Himmel.“ (2. Chronik 30,27) 

Wie bei einem Fest Gottes üblich: Himmel und Erde verbinden sich. Gott ist mittendrin. Wenn morgen der Reformationstag gefeiert wird – hat Gott dann das Gefühl: „Ich bin allein unter denen, die sich evangelisch nennen?“ Oder lasse ich mich anstecken von Menschen, die eine Sicht für Kirche von heute und morgen haben, und gebe Gott den Ehrenplatz samt seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist?

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