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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Spricht Gott nur Arabisch?

Sonja Kilian zum Bibeltext Offenbarung 7,9

Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen,

Offenbarung 7,9

In einem Buch mit Lebensgeschichten von Kurden begegnet mir eine Iranerin. Ihr Vater ist Muslim und nimmt seinen Glauben sehr ernst. Regelmäßig verrichtet er das rituelle Gebet auf Arabisch. Seine Tochter fragt ihn immer wieder: „Weshalb dürfen wir nicht in unserer persischen Muttersprache mit Gott reden?“ Sie bekommt keine Antwort, die sie überzeugt.
Eines Tages wird sie in eine christliche Kirche eingeladen. Dort hört sie – in ihrer persischen Muttersprache – von der Liebessprache des biblischen Gottes: Er schickt seinen Sohn, um Menschen Freiheit von Schuld und Frieden im Herzen zu schenken. Ein Jahr lang stellt die junge Iranerin viele Fragen und liest die Bibel, bis sie sich entscheidet, Gottes Einladung anzunehmen.

Diese Geschichte zeigt, wie gut es ist, dass es die Bibel in vielen Sprachen gibt. Viele Übersetzungsprojekte laufen weiter. Die Bibel selbst bestätigt an vielen Stellen, dass ich es mit einem Gott zu tun haben, der seine Menschen versteht – nicht nur in meiner Muttersprache, auch mit meiner Herkunft, meiner Vergangenheit, meiner Persönlichkeit. Eines Tages werden sich alle Menschen, die sich zu einer Beziehung mit diesem Gott entschieden haben, treffen. So sieht es der Prophet Johannes in der Bibel in Offenbarung 7,9 voraus. Er schreibt: „Danach sah ich eine riesige Menschenmenge – viel zu groß, um sie zählen zu können – aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen vor dem Thron und vor dem Lamm stehen.“ Ich freue mich auf diese Einheit in Vielfalt!

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