/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Der große Tag der Gerechtigkeit
Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Joel 2,1.
Blast die Posaune zu Zion, ruft laut auf meinem heiligen Berge! Erzittert, alle Bewohner des Landes! Denn der Tag des HERRN kommt und ist nahe,
Wenn ich davon höre, dass Kinder misshandelt oder sogar getötet werden, dann sehne ich mich nach Gerechtigkeit. Ich wünsche mir, dass das aufgedeckt wird. Dass Unrecht gestoppt wird. Und dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
Dennoch ist für Viele der Gedanke nur schwer auszuhalten, dass Gott einmal Gericht halten wird. Man kann geradezu Angst vor Gott bekommen. Vielleicht geht es Ihnen auch so? Weil Sie vielleicht als Kind gehört haben, dass Gott Sünde strafen wird? Und Sie bekommen, wenn Sie an Gott denken, ein ungutes beklemmendes Gefühl.
Andere sagen aber auch: Gott ist vor allem Liebe. Wenn wir lieben, ist alles gut. Und am Ende werden alle Menschen im Himmel bei Gott sein, denn Gott liebt ja alle.
Die Bibel zeichnet ein differenzierteres Bild. Gott ist Liebe. Und gerade deshalb ist ihm das Böse nicht gleichgültig. Die Bibel spricht davon, dass Gott gerecht handeln und Gericht halten wird.
Das ist eine ernste Botschaft. Gott wird Unrecht strafen und Menschen zur Rechenschaft ziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir das glauben oder ob wir Gott ablehnen.
Die Bibel weist in verschiedenen Zusammenhängen auf einen Tag der Abrechnung am Ende der Zeiten hin. Dieser „Tag des Herrn“ ist nicht nur eine Warnung. Für alle, die Gott vertrauen, ist er Grund zur Hoffnung. Denn an diesem Tag wird Gott Gerechtigkeit schaffen. So kündigt etwa der Prophet Joel etwa im 9. Jhd vor Christus diesen Tag an mit den Worten:
„Blast die Posaune zu Zion, ruft laut auf meinem heiligen Berge! Erzittert, alle Bewohner des Landes! Denn der Tag des HERRN kommt und ist nahe.“
Der Prophet ruft dazu auf, sich darauf vorzubereiten. - Für mich ist die Aussicht auf diesen Tag ein großer Trost: Gott sieht hin. Er lässt Unrecht nicht einfach durchgehen. Er wird für Gerechtigkeit sorgen.
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