/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Bei einer Spende fließt nicht nur Geld
Gedanken von Hans Hohmeyer zum Bibeltext Lukas 21,1-3.
Er blickte aber auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Gotteskasten einlegten. Er sah aber eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt.
Was verbinden die Personen Zuckerberg, Bezos, Musk oder Gates? Diese Herren sind nicht nur absolute Spitzenverdiener und Leiter der größten Konzerne dieser Welt. Sie gehören auch zu den Top-Großspendern! Und mit Großspender meine ich nicht: Hier mal eine Million, da mal eine Million. Ich rede von Spenden in Milliardenhöhe! Absoluter Spitzenreiter ist dabei wohl der 96jährige amerikanische Investor Warren Buffet. Er vermachte Anteile seines Vermögens im Wert von rund 50 Milliarden Dollar an die Gates Foundation, die sich unter anderem um Gesundheit und Verringerung extremer Armut weltweit kümmert. Wenn ich diese Zahlen lese, wird mir fast ein wenig schwindelig.
Und dann lese ich in der Bibel im Lukasevangelium, Kapitel 21, von einer armen Witwe, die zwei kleine Kupfermünzen in einen Opferkasten geworfen hat. Zwei Kupfermünzen! Jesus hat die reichen Geldgeber gesehen, aber auch diese Witwe und er sagt: „Die arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen!“ Wo ist der Unterschied, ob ich zum Beispiel Geld von meinem Überfluss weitergebe, oder ob ich mir zwei Kupfermünzen von meinem Mund absparen muss, um sie weiterzugeben? Es ist die Frage der Motivation!
Möchte ich mit meiner Gabe Einfluss nehmen, etwas in eine bestimmte Richtung steuern? Oder gar mein eigenes Ansehen steigern? Dann ist meine Gabe verzweckt und nicht selbstlos. Gebe ich aber etwas, indem ich es von mir und meinen Interessen loslöse, vielleicht sogar auf eigene Vorteile verzichte, um etwas Gutes zu tun, dann ist der Wert dieser Gabe viel höher. Es fließt nämlich nicht nur viel oder wenig Geld, es fließt mehr: Liebe. In beide Richtungen. Vermögen vermehren, indem man es teilt: Probieren Sie es aus!
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