/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Auf den Glauben kommt es an
Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext Markus 5,36.
Jesus aber hörte nicht auf das, was da gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!
„Wenn Sie glauben, dass Beten was hilft, dann sollten sie jetzt beten! Denn das ist jetzt unsere letzte Idee.“ Diesen Satz habe ich vor fast 30 Jahren gehört. Gesagt hat ihn ein Arzt. Es ging um mein rechtes Auge. Es war nach einer OP heftig entzündet, nachdem mir eine neue Hornhaut eingesetzt worden war. Die Gefahr stand im Raum, dass ich das Auge komplett verliere. Meine Antwort an den Arzt war damals: „Das tue ich tatsächlich! Ich glaube, dass Beten helfen kann.“
Und ich betete für Heilung, und dass die Ärzte die richtige Idee gehabt hatten.Es stellte sich heraus, die Entzündung war gestoppt. Mit dem Beten ist es so: Es bringt eigentlich nur was, wenn ich tatsächlich glaube, dass da jemand ist, der meine Gebete hört und auch erhört. In einer Geschichte in der Bibel ist von so einem Glauben die Rede.
Ein Mädchen liegt im Sterben. Der Vater des Mädchens, der örtliche Synagogenvorsteher, geht los, um Hilfe zu holen. Die erhofft er sich von Jesus! Er glaubt, dass Jesus seine Tochter heilen kann. Doch als der Mann endlich bis zu Jesus kommt, erreicht ihn auch schon die Botschaft, dass die Tochter gestorben ist und es nichts mehr bringt, Jesus jetzt noch zu bemühen.
Im Markusevangelium steht, was dann passiert: „Jesus aber hörte nicht auf das, was da gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5,36)
Und tatsächlich holt Jesus das Mädchen wieder ins Leben zurück. Vertrauen in die Möglichkeiten Gottes, wo menschliche Möglichkeiten schon lange am Ende sind, darauf kommt es an. Auch wenn Gott nicht alle meine Wünsche erfüllt, selbst wenn ich von Herzen glaube. Aber ohne Glauben, wird Gott nicht aktiv!
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