/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Füreinander einstehen
Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer zur Bibelstelle Hebräer 13,3
Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.
Neulich habe ich die Geschichte eines ehemaligen muslimischen Imams gelesen. Er war im Iran auf Umwegen mit dem christlichen Glauben in Kontakt gekommen und hatte sich schließlich für die Nachfolge Jesu entschieden. Irgendwann wurde er wegen seines Glaubens verhaftet und für mehrere Jahre ins Gefängnis eingesperrt. Er musste stundenlange Verhöre und viele Folterungen über sich ergehen lassen.
Im Verlauf der Geschichte sind Christen immer wieder verfolgt worden. Seit den Anfängen der Kirche haben Christen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus Ausgrenzungen bis hin zu Gefängnis- und Todesstrafe in Kauf nehmen müssen. Das hat sich bereits im Hebräerbrief niedergeschlagen.
Der Autor des Briefes ermahnt seine Leser, im Gebet für jene einzustehen, die um ihres Glaubens willen benachteiligt werden oder sogar leiden müssen. Im Hebräerbrief, Kapitel 13, Vers 3, schreibt er:
Denkt an diejenigen, die im Gefängnis sind. Fühlt mit ihnen, als wärt ihr selbst dort. Teilt das Leid derer, die misshandelt werden, als würdet ihr ihren Schmerz am eigenen Körper spüren. (Übersetzung Neues Leben. Die Bibel)
Ich will mir die Worte aus dem Hebräerbrief zu Herzen nehmen und im Gebet für jene eintreten, die um ihres Glaubens willen leiden. Ich bete:
Herr Jesus Christus, viele deiner Nachfolger werden um ihres Glaubens willen benachteiligt. Nicht wenige hat man im Gefängnis eingesperrt. Bitte sei ihnen nahe. Tröste du sie. Gib ihnen Kraft. und setze sie frei – innerlich, und wenn möglich, auch äußerlich, sodass Sie in Freiheit leben können. Amen.
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