/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Aufblicken, durchblicken, klar sehen
Gedanken von Annegret Schneider zum Bibeltext Psalm 141,8.
Ja, auf dich, HERR, mein Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.
Je nachdem, wohin ich schaue, sehe ich ganz unterschiedliche Dinge. Je nachdem, wie ich einen Menschen sehe, habe ich entweder ein liebenswertes Gegenüber vor mir oder jemanden, um den ich lieber einen Bogen mache.
Und je nachdem, welche Beziehung ich zu Gott habe, habe ich entweder Angst vor ihm oder Vertrauen zu ihm.
David, der Dichter von Psalm 141, wendet sich an Gott. Interessant, wie vertrauensvoll er sein Herz vor ihm ausschüttet. Nicht respektlos – im Gegenteil. Im Vers 8 in der Übersetzung der Gute Nachricht Bibel steht: „Meine Augen blicken zu dir, mein Gott und Herr! Bei dir suche ich Zuflucht, lass mich nicht zugrunde gehen!“ Psalm 141,8 GNB 2018
„Mein Gott und Herr“ diese Anrede klingt nach persönlicher Beziehung, danach, dass David Gott kennt und dass er weiß: auf diesen Gott kann er sich verlassen. Diesem Allmächtigen nichts verborgen. Keine Freude, kein Leid, kein Schmerz, kein Zorn und keine Verzweiflung. Zu diesem Gott blickt David auf – das weitet seine Sicht. Weg von dem, was ihn belastet und hin zu dem, der helfen kann. Nachdem David Gott nämlich in den Versen davor seine Gemütslage geschildert hat, spricht er in Vers 8 seinem Gott nun sein Vertrauen aus und bittet ihn um Rettung.
Wie schön, dass es diese Möglichkeit auch für mich gibt. Zu jeder Zeit, egal, was mich bewegt. Dafür danke ich Gott, meinem Herrn, von Herzen.
Ihr Kommentar