/ Anstoß - Gedanken zum Tag
Hören und verstehen
Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer zum Bibeltext Daniel 10,1.
Im dritten Jahr des Königs Kyrus von Persien wurde dem Daniel, der Beltschazar heißt, etwas offenbart, was gewiss ist und von großer Not handelt. Und er achtete darauf und verstand das Gesicht.
Vor etwas mehr als 2500 Jahren herrscht Kyros über Persien und weite Teile des Nahen Ostens. Seit er die Babylonier besiegt hat, ist er auch König der Exil-Juden, die in seinem Reich siedeln. Einer seiner Berater ist der hochbetagte und angesehene Daniel.
Von Daniel erfahren wir, dass er seit drei Wochen fastet und trauert. Er betet zum Gott Israels, weil er bestimmte Zusammenhänge nicht einordnen kann. Daniel möchte besser verstehen und demütigt sich deshalb vor Gott. Und Gott? Der schickt ihm einen Boten.
Was der Engel zu berichten hat, sind beunruhigende Nachrichten. Im Buch Daniel Kapitel 10 Vers 1 heißt es:
Es war das dritte Regierungsjahr von Kyros, dem König von Persien. Da wurde Daniel, der auch Beltschazar heißt, etwas offenbart. Das Offenbarte ist wahr und bedeutet große Not. Daniel gab acht auf das Offenbarte und verstand die Vision. Daniel 10, Vers 1 (Basisbibel)
Mich spricht der letzte Teil des Verses an. Dort heißt es: Daniel hört genau zu und begreift, was Gott durch diese Vision mitteilen will.
Die drei Wochen Fasten und Beten haben ihn aufnahmefähig gemacht für eine wichtige Botschaft von Gott.
Kann es sein, frage ich mich, dass ich so wenig von Gott höre, weil ich mich ständig ablenken lasse? Ist es möglich, dass ich Wesentliches verpasse, weil ich zu beschäftigt bin? Wie kann ich mehr Raum für die Begegnung mit Gott in seinem Wort und dem Gebet schaffen?
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Kommentare (1)
Herzlichen Dank für diesen Impuls. Oft sind wir abgelenkt durch Freunde, Hobbys, die neuen Medien und andere Dinge. Nehmen wir uns täglich Zeit für Gott. Nur so können wir seine Stimme hören!