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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Augen auf und halt

Elke Drossmann über Lukas 17,5.

Die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben!

Lukas 17,5

„Augen zu und durch“ ist nicht immer die richtige Reaktion, findet Jesus. „Augen auf und halt“ das passt, wenn es heikel wird. Wenn es nahe liegt, seinen Fuß auf Land zu setzen, das aus Sumpf besteht. Verletzungen, die mir eine Person zufügt, sind Sumpfgebiet. Im Sumpf kann ich baden. Stoppschilder warnen aber vor sumpfigen Gebieten. Jesus empfiehlt statt baden im Sumpf von Verletzungen, vergeben. Jedes Mal neu.

Seine Anhänger sind verwirrt. Sie spüren, das geht ihnen gegen den Strich. Deshalb bitten Sie Jesus: „Stärke uns den Glauben.“ Nachzulesen im Lukasevangelium, Kapitel 17, Vers 5.

Sie ahnen, Sumpf von Land zu unterscheiden, ist schwer. Noch anstrengender ist es, den Sumpf zu umgehen. Oder über den Sumpf Bretter zu zimmern, um drüber zu gehen. Wieder und wieder vergeben, wären Bretter, die mich über den Sumpf führen.

Doch Jesus meint, es braucht nicht mehr Glauben! Ein wenig Vertrauen auf ihn reicht. Mehr ist nicht nötig. Warum? Wenn Jesus mir jeden Tag so oft vergibt, dass ich das gar nicht mehr zählen kann – zimmert dann nicht Jesus selbst die Bretter über den Sumpf? Sie sind stark genug, dass ich nicht einbreche. Die Frage ist, nutze ich die Bretter der Vergebung, mit der Jesus mir den Steg über den Sumpf baut? Und reiche seine Vergebung an andere weiter?

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Kommentare (2)

Rosemie H. /

Noch heute werde ich die Bretter über dem Sumpf beschreiten, ganz konkret, statt darin stecken zu bleiben!
Danke Herr! Danke Elke!

Ute /

Vielen Dank!
Das passt in meine Situation…
Ich bin gespannt, wie dieser Tag endet.