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/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Schlechtes Versteck

Elke Drossmann über Psalm 139,1-2

HERR, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

Psalm 139,1–2

Kleinkinder sind in der Regel nicht so gut, wenn sie sich vor Erwachsenen verstecken. Wenn ein Kind seine Hände vors Gesicht hält und meint, ich sehe es nicht mehr, sehe ich es trotzdem. Oder wenn ein Kind hinter eine Couch kriecht, ruft und sich dadurch verrät.

Kinder Gottes verstecken sich vor Gott auch manchmal in der Art und Weise. Doch es nutzt nichts. Egal, an welches Ende der Erde ich mich verkrieche, Gott entdeckt mich. Spricht mich an. Diese Erfahrung hat auch der spätere König David gemacht. In einem Lied beschreibt er, dass es vor Gott kein Entrinnen gibt. So gut ein Versteck in meinen Augen auch sein mag – Gott entdeckt mich trotzdem.

Deshalb formuliert David im Psalm 139, in den Versen 1 und 2:

„Herr, du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.“

Es mag hilfreich sein, dass Gott mich durchschaut. Oft genug ist es auch einfach nur peinlich, unangenehm oder beängstigend. Doch im Prinzip finde ich es befreiend, dass ich vor Gott nichts verbergen kann. Ich muss meine Gedanken nicht verstecken, mich selbst auch nicht. Deshalb renne ich ihm gar nicht erst davon. Ich betreibe auch keine Versteckspiele, sondern freue mich, dass Gott mich kennt und am liebsten sieht, wenn ich seinen Weg wähle.

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Kommentare (1)

Ruth N. /

Ich höre sie immer wieder gerne, vielen Dank und eine gesegnete Weihnachtszeit