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Gustav-Adolf-Werk: Frauenarbeit feiert 175. Jubiläum
Die älteste evangelische Frauenarbeit in Deutschland feiert in Leipzig.
Als 1832 das Gustav-Adolf-Werk (GAW) gegründet wurde, waren Frauen als Mitglieder nicht vorgesehen. Fast 20 Jahre später, am 21. November 1851, entstand in Berlin der erste Gustav-Adolf-Frauenverein. Viele weitere folgten – zunächst noch unter strenger männlicher Aufsicht. Heute, 175 Jahre danach, ist das kaum noch vorstellbar.
Die Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit ein selbstständiger Teil des GAW. Ihr liegt besonders die Vernetzung und Stärkung von Frauen in den Partnerkirchen am Herzen. Ihr Schwerpunkt: Frauen in evangelischen Diaspora-Gemeinden weltweit zu vernetzen und zu stärken – ein lebendiges Zeichen christlicher Solidarität über Grenzen hinweg.
2026 wird die GAW-Frauenarbeit stolze 175 Jahre alt! Damit ist sie die älteste evangelische Frauenarbeit in Deutschland. Sie feiert das mit einem Festwochenende vom 24. bis 26. April in Leipzig. Katja Völkl spricht darüber mit der Vorsitzenden der Frauenarbeit des Gustav-Adolf-Werks, Inge Rühl.
Über das Gustav-Adolf-Werk:
Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) ist ein evangelisches Hilfswerk mit Sitz in Leipzig. Es ist eines der ältesten protestantischen Hilfswerke der Welt und wurde 1832 gegründet.
Das GAW unterstützt evangelische Gemeinden, die in ihrem jeweiligen Land in der Minderheit sind, und oft unter schwierigen Bedingungen leben. Konkret bedeutet das:
- Finanzielle Unterstützung für den Bau und die Renovierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Pfarrhäusern
- Förderung von Bildungsprojekten, z. B. Schulen, Kindergärten und theologische Ausbildungsstätten
- Unterstützung von Gemeinden in Osteuropa, Lateinamerika, Afrika und Asien
- Partnerschaft und Solidarität mit evangelischen Diasporagemeinden – also Gemeinden, die inmitten einer andersgläubigen Mehrheitsbevölkerung leben
Das GAW ist nach dem schwedischen König Gustav II. Adolf benannt, der im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) als Beschützer des Protestantismus galt und 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel.
(Red.: Miri Langenbach)
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