/ 59:27 Min. / Talkwerk
Wie finde ich echte Freiheit?
Talk mit Jalil Mashali, Daniela Jakobi und Gella Friesen.
Ein Bibelvers auf dem Taxi - das man dadurch Problem mit dem Amt für Straßen und Verkehr bekommen kann, erlebt gerade Jalil Mashali. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Aus Dankbarkeit hat er diesen Vers auf sein Taxi geklebt. Der gebürtiger Iraner wurde nämlich durch ein Gebet an Jesus von langjährigen Schmerzen befreit. Und das möchte er mit diesem Spruch auf seinem Auto zeigen. Doch einige Kollegen fühlen sich belästigt. Jetzt soll ein Gericht entscheiden: Ist der Spruch unzulässige Werbung oder freie Meinungsäußerung?
Während ihrer Teenagerjahre erlebt Daniela Jacobi in der Schule Mobbing - findet aber Annahme in einer christlichen Gemeinschaft. Dort wird sie erwachsen, ihre Gedanken finden ein Zuhause und sie weiß sich angenommen. Als Influencerin vertritt sie ihre christlichen Überzeugungen. Doch als sie auch ihre Glaubens-Zweifel in den sozialen Medien vertritt, ändert sich die Stimmung in ihrer Gemeinde. Ihr wird eine Influencer Zwangspause auferlegt. Während andere sie zur Umkehr auffordern, wagt sie den Schritt aus dem geistlichen Missbrauch und lässt ihren gesamten sozialen Kontext hinter sich. Auf sie wartet eine Depression und Einsamkeit. Doch auch eine neue Freiheit keimt auf.
Beleidigungen, Schikane und Verachtung ist alles, was Gella Friesen von ihrem Vater zu erwarten hat. Als die heranwachsende Gella erlebt, dass ihr tyrannischer Vater den hohen Ansprüchen, die er an seine Frau und Kinder stellt, selbst nicht gerecht wird, wächst die Verbitterung in ihr. Sie verachtet ihren Vater. Sobald sie 18 Jahre als ist verlässt sie das Elternhaus, um einen Neuanfang zu wagen. Als sie in eine tiefe Depression fällt wendet sie sich verzweifelt an ihren Pastor. Sein Rat: „Bitte deinen Vater um Vergebung.“ ist wie ein Schlag ins Gesicht, aber ihr einziger Hoffnungsfunke.
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Kommentare (1)
So verrückt das auch klingen mag, ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Gella Friesen: ich habe auch meinen Vater um Vergebung gebeten, für meine Reaktionen (Ablehnung etc.) und gesagt, dass ich … mehrauch ihm alles vergebe und dass ich ihm danke, wo er sich eingebracht hat für uns Kinder (z.B. jedes Jahr in den Urlaub fahren u.ä.). Da ist mein Vater in Tränen ausgebrochen und hat gesagt, wie leid ihm alles tut. Das hätte ich nicht erwartet, er war zuvor "immer im Recht" und konnte sich nie entschuldigen. Und das wurde zum Schlüssel für ein ganz neues Verhältnis und zum Durchbruch für innere Freiheit. Das mag nicht bei allen der passende Weg sein, es ist gut, das mit Seelsorgern und/oder Therapeuten vorher zu besprechen. Aber wenn Gott in diese Richtung Wegweisung geben sollte, dann kann das tatsächlich ein großer Segen sein. Mein Vater gibt sich seitdem allergrößte Mühe, achtsamer mit mir umzugehen. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und ich habe an innerer Würde gewonnen...
Vergeben im stillen Kämmerlein kann man übrigens immer - und das ist immer befreiend. Ob dann zwischenmenschlich auch Versöhnung möglich ist, hängt sicherlich vom jeweiligen Einzelfall ab.