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Wenn die Seele nicht mehr aufatmen kann
Sven ist 11, als die Entführung und Ermordung seines Cousins ihn in eine Spirale aus Sucht und Selbsthass werfen.
Als Sven elf Jahre alt ist, wird sein zehnjähriger Cousin entführt, missbraucht und getötet. Der Fall beschäftigt wird zu einem der größten Ermittlungsfälle der jüngeren deutschen Kriminalgeschichte. Sven steht eher am Rand – und kaum jemand sieht, wie sich sein Leben verändert, als seine Mutter ihm unter Tränen am Küchentisch sagt, dass sein Cousin nicht nach Hause gekommen ist.
Als seine Familie dem Täter öffentlich vergibt, sorgt das für heftige Reaktionen. Sven kann diese Haltung zunächst nicht nachvollziehen. Er zieht sich zurück, weil er es nicht erträgt, dauernd auf das Verschwinden seines Cousins angesprochen zu werden. Um sich von Schmerz, Trauer und Wut abzulenken, taucht er tief in die Welt der Online-Spiele ein. Sechs bis vierzehn Stunden am Tag verbringt er vor dem Bildschirm. Kurze Zeit später kommt eine zweite Sucht dazu: Pornografie.
Je tiefer Sven in die Sucht rutscht, desto weniger ist von seinem Selbstwert übrig: „Du bist wertlos, du kannst nichts, du bist nichts.“ Als auch noch eine nicht diagnostizierte Depression dazukommt, wird Sven klar, dass es so nicht mehr weitergeht: „Ich will einmal aufatmen, meine Seele muss aufatmen – und sie kann es nicht.“ Auf einer christlichen Jugendfreizeit vertraut sich Sven einem Seelsorger an. Er bricht zusammen und bittet Jesus um Hilfe. Zwei Wochen später hat er einen Traum, der alles verändert.
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