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Was, wenn Dein Leid unaussprechlich ist?

Talk mit Kati Birr, Justine Rübeling und Tamara El-Mohasel.

Wenn Leid keine Worte hat, hilft es oft, trotzdem zu sprechen – mit jemandem, der aushält, was man kaum sagen kann. Drei Frauen berichten, wie sie nach Suizid, Missbrauch und tiefer Ablehnung einen Weg gefunden haben – und was diesen Weg möglich gemacht hat.

Als sich ihre 15-jährige Tochter das Leben nimmt, ist der Schmerz für Kati Birr zu groß, um ihn in Worte zu fassen. Was hat ihr geholfen, mit diesem Verlust zu leben und den Glauben an Gott nicht zu verlieren? Im ERF Jess Talkwerk spricht sie über ihre Trauer und offenen Fragen, ihre Gefühle und das Ringen mit der eigenen Hilflosigkeit. Suizid eines Angehörigen: ein Tabuthema, über das viel zu selten gesprochen wird.

Justine ist neun Jahre alt, als ihr Vater ihr etwas antut, das sie jahrelang nicht in Worte fassen kann. Sie versenkt die Erinnerungen tief in ihr Unterbewusstsein. Aber ihr Körper vergisst nicht. Was folgt, sind zwei Jahrzehnte mit Atemnot, Flashbacks, Albträumen und Panikattacken. Das fröhliche, kontaktfreudige Mädchen zieht sich immer weiter zurück – und kehrt dem Gott ihrer Kindheit den Rücken. Mit 14 tauchen die verdrängten Erinnerungen bruchstückhaft wieder auf. Justine funktioniert, will aber so nicht weiterleben. Eine stationäre Therapie hilft – aber nicht genug. Anfang 2024 wiegt sie nur noch 48 Kilogramm und liegt auf dem Boden ihrer Wohnung. Sie kann nicht mehr. In dieser Nacht schreit sie zu Gott. Und erlebt etwas, womit sie nicht gerechnet hat.

Von Geburt an hört Tamara El-Mohasel dasselbe: „Du bist ungewollt. Du hättest nie leben sollen." Als ihr Vater das an ihrem 14. Geburtstag vor allen Gästen wiederholt, zerbricht etwas in ihr. In den Jahren danach plant sie zweimal, ihr Leben zu beenden. Was hält einen Menschen in einer solchen Spirale aus Hass und Ablehnung auf? Und kann wirklich etwas – oder jemand – das rückgängig machen? Tamaras Antwort kam an einem Ort, den sie zuletzt erwartet hätte.


Hilfe bei Suizidgedanken, sexualisierter Gewalt und Missbrauch (Deutschland)

Wenn du dich akut in Gefahr fühlst oder gerade nicht sicher bist:
Ruf 112 (Notruf) an oder geh in die nächste Notaufnahme.

 

Suizidgedanken, Krisen, akute Verzweiflung

 

Sexualisierte Gewalt und Missbrauch

 

Für Kinder und Jugendliche bei Gewalt / Missbrauch

 

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