/ 18:58 Min. / Talkwerk
Diagnose FAS: Plötzlich behindert
Mit 15 trifft Pflegekind Elaya seine biologische Mutter – eine schmerzhafte Konfrontation, die sein Leben verändert.
Das Leben von Elaya Gies beginnt im Chaos: Seine alkoholkranke Mutter kann sich nicht um ihn kümmern. Elaya verwahrlost so sehr, dass er als Säugling in eine Klinik eingeliefert wird, um überleben zu können. Mit 16 Monaten findet er in einer christlichen Pflegefamilie ein liebevolles Zuhause. Doch die Folgen des Alkoholkonsums seiner leiblichen Mutter begleiten ihn weiter – mit 13 Jahren erhält Elaya die Diagnose Fetales Alkoholsyndrom (FAS) – und einen Behindertenausweis.
Trotz der Geborgenheit in seiner Pflegefamilie kämpft Elaya mit seinem Selbstwertgefühl, seiner Identität und den Herausforderungen seiner Behinderung. Als er mit 15 Jahren endlich die Chance bekommt, seine leibliche Mutter zu treffen, klammert er sich an die Hoffnung, endlich Antworten zu finden – vielleicht sogar ein Stück Zugehörigkeit. Doch das ersehnte Treffen wird zu einer schmerzhaften Konfrontation mit der Realität.
Doch was wie der Tiefpunkt erscheint, entpuppt sich als Wendepunkt in Elayas Leben.
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Kommentare (1)
In dieser Lebensgeschichte stellt der Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft das geringere Problem dar.
Noch traumatischer für ihn war gewiss, dass er zwei Bindungsabbrüche durchleben … mehrmusste. Der erste als Baby, als er in eine hoffentlich liebevolle Bereitschaftspflege aufgenommen wurde und der zweite, als er diese Familie dann mit 16 Monaten für immer verlassen musste, weil er in eine Langzeitpflegefamilie wechseln musste.
Wie schrecklich ist solch ein Vorgehen für jede Kinderseele! Es gibt kaum etwas Grauenvolleres für einen Menschen, als einen Moment zu erleben, in dem alles Vertraute und alle geliebten Personen verschwunden sind, einschließlich die Heimat, in der man „sein ganzes bisheriges Leben“ verbracht hat. Der junge Mensch kommt völlig unverschuldet in eine völlig neue Umgebung zu fremden Menschen und muss sich da ganz allein ohne eine Bezugsperson einleben bis es schließlich wieder sowas wie Geborgenheit und Sicherheit verspürt. Doch zurück bleibt in ihm eine tief verwurzelte unbewusste Angst, dass dies wieder geschehen könnte, so unerwartet wie damals, denn es hat in der Pflegefamilie nur einen Gaststatus, ist deren leiblichen Kindern nicht gleichgestellt.
Es existieren dazu fundierte Studien und auch Literatur, die aufzeigen, wie sehr Bindungsabbrüche die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen.