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2 Tage nach Taufe abgeschoben

Egzon Shala flieht als Kind vor dem Krieg im Kosovo. Er sucht Halt in Kampfsport, Partys, der Moschee. Fündig wird er woanders.

Egzon Shala wächst im Kosovo auf. Mit 9 Jahren bricht der Krieg aus. Egzon muss fliehen. Er hört Schüsse, sieht sein Dorf brennen und muss miterleben, wie sein Bruder auf der Überfahrt nach Italien fast ertrinkt. Als Flüchtling kommt er nach Deutschland und lebt später in der Schweiz. Doch egal wohin er kommt, er gehört nirgends dazu. Immer, wenn er das Gefühl hat, angekommen zu sein, wird er wieder entwurzelt. Er darf nicht arbeiten, bekommt keine Lehrstelle und fühlt sich wertlos. Er sucht Halt im Kampfsport, in Partys, in der Moschee. Nichts davon stillt den Schmerz/den Hunger in ihm. Dann lädt ihn seine heutige Frau in den Gottesdienst ein. Ein Kosovo-Albaner in einer christlichen Kirche? Eigentlich undenkbar. Doch aus Liebe kommt er mit. Und dort spricht Gott ihn persönlich an. Egzon kehrt dem Islam den Rücken und ist sich sicher: Mit Jesus wird alles gut. Doch nur zwei Tage nach seiner Taufe wird er in den Kosovo abgeschoben.

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