07.07.2025 / Text-Beiträge

Ziel verfehlt

Guter Mensch ohne Gott?

Von David, dem Diener des HERRN. Der Gottlose wird durch und durch von der Sünde beherrscht; die Ehrfurcht vor Gott ist ihm völlig fremd. Er bildet sich viel zu viel auf sich ein, um sein Unrecht einzusehen oder es gar zu hassen. Was er sagt, ist Lug und Trug. Längst hat er aufgehört, vernünftig zu handeln und Gutes zu tun. Selbst wenn er im Bett liegt, schmiedet er finstere Pläne. Bewusst hat er sich für das Böse entschieden und lässt sich nicht von seinem falschen Weg abbringen. HERR, deine Güte ist unvorstellbar weit wie der Himmel, und deine Treue reicht so weit, wie die Wolken ziehen. Deine Gerechtigkeit ist unerschütterlich wie die mächtigen Berge, deine Entscheidungen sind unermesslich wie das tiefe Meer. Mensch und Tier erfahren deine Hilfe, HERR! Wie kostbar ist deine Güte, o Gott: Bei dir finden Menschen Schutz und Sicherheit. Aus dem Reichtum deines Hauses schenkst du ihnen mehr als genug, mit Freude und Glück überschüttest du sie. Denn du bist die Quelle – alles Leben strömt aus dir. In deinem Licht sehen wir das wahre Licht. Erhalte deine Liebe denen, die dich kennen, und erweise deine Treue allen, die dir aufrichtig dienen! Lass nicht zu, dass hochmütige Menschen mich mit Füßen treten und dass gottlose Verbrecher mich fortjagen! Da! Die Unheilstifter stürzen zu Boden und sind unfähig, wieder aufzustehen! (Psalm 36,1-13 )

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Kann man ohne Gott leben und dennoch ein guter Mensch sein? Ich glaube, viele würden diese Frage liebend gern bejahen. Aber wie geht das zusammen? Auch wenn wir heute die Worte Davids lesen:

„Der Gottlose wird durch und durch von der Sünde beherrscht.“ (Psalm 36,2)

Wie jetzt? Sind meine Mitmenschen, die ohne Jesus leben, wirklich so schlecht? Ein Satz, der mir hilft, David besser zu verstehen, kommt gleich danach:

„Er [der Gottlose] bildet sich viel zu viel auf sich ein, um sein Unrecht einzusehen oder es gar zu hassen.“ (Psalm 36,3)

Hier liegt meines Erachtens der Kern des Problems. Ein Leben ohne Gott stellt den Menschen selbst in den Mittelpunkt. Er entscheidet, was gut und richtig ist. Das war schon beim Sündenfall im Garten Eden das Problem. Das große Ziel ist, selbst die Kontrolle zu haben und von Gott unabhängig zu sein. Das ist aus biblischer Sicht eine völlige Zielverfehlung (= Sünde).

Das heißt natürlich nicht, dass jeder Mensch ohne Gott abgrundtief böse handelt. Schließlich hat Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Doch in dem Moment, wenn der Mensch selbst zum Gott wird und über gut und richtig entscheidet, entfaltet sich die ganze Dynamik der Sünde.

Dabei hätte es der Mensch so gut mit Gott! Die Verse 6 bis 10 sind ein Loblied über die Größe und Güte Gottes. Mit anderen Worten: Es gibt für den Menschen nichts Besseres, als sich an Gott zu wenden!


Dieser Text von Thaddäus Schindler wurde zuvor auf www.stayonfire.de veröffentlicht.