16.07.2026 / Bibel heute
Wunder gibt es immer wieder
Aber nach den zwei Tagen zog er von dort nach Galiläa. Denn er selber, Jesus, bezeugte, dass ein Prophet in seiner Vaterstadt nichts gilt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, die alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn sie waren auch zum Fest gekommen.[...]
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Mehr zwischen Himmel und Erde
Man sagt den Deutschen nach, dass sie nüchtern und skeptisch sind. Passen Sie in diese Kategorie? Ich erlebe immer mehr Menschen, die mir von Dingen und Ereignissen berichten, die unerklärlich und gegen jede Logik sind. Ich bekomme eine Ahnung davon, dass es viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ich vom Verstand her einsortieren kann.
Von so einer Begebenheit redet der heutige Bibeltext:
Ein römischer Beamter reist von Kapernaum nach Kana, um ein Heilungsgebet für seinen totkranken Sohn zu erbitten. Offensichtlich haben alle Arztbesuche nichts geholfen. Die menschlichen Möglichkeiten sind erschöpft. Der Volksmund sagt: „Wer auf dem Rücken liegt, kann am besten zum Himmel schauen.“ Verzweiflung lässt uns nach himmlischen Lösungsmöglichkeiten Ausschau halten.
Der Beamte hat von Jesus und seinen Wundern gehört. Ist Gott tatsächlich Mensch geworden, um uns aus unserer Not zu retten? Ist sein Name: Jesus – übersetzt – Retter – auch sein Programm? Rettung?
In den Schriften der Juden gibt es erstaunliche Aussagen über den kommenden Messias, den Retter der Welt. Im Propheten Jesaja wird prophezeit (Jesaja 53,4-5): „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Und schon König David sagte über „den Herrn“ (Psalm 103, 2-4a): „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, 4der dein Leben vom Verderben erlöst.“
Ist Jesus tatsächlich das „Fleisch gewordene Wort Gottes“? Und heißt es nicht von diesem Wort in den Psalmen (Psalm 107,20): „Gott sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben“?
Was wäre, wenn? – Ein Wort statt eines Beweises
Was wäre, wenn?
Der römische Beamte sucht Jesus. Eine gute Entscheidung.
Wenn Sie übernatürliche Hilfe brauchen – gehen Sie zu Jesus.
Der Mann bringt seine Bitte vor. Er macht die Dringlichkeit deutlich. Wenn Jesus den Sohn „anrührt“, wird ein Wunder geschehen – so ist seine Erwartung. Doch Jesus überrascht den römischen Vater. Jesus gibt ihm ein WORT – eine Zusage – eine Verheißung:
GEH HIN, DEIN SOHN LEBT!
Ein „netter Satz“ – aber wo bleiben da die sichtbaren Beweise? Der Vater ist ca. 32 Kilometer von zu Hause entfernt – wie soll er wissen, ob Jesu Worte tatsächlich stimmen? Er sieht doch nichts! Er fühlt nichts! Worauf kann er seinen Glauben stützen?
Bei der Schöpfung heißt es: „Gott sprach … und es wurde!“ Gott benutzt sein Wort, um Leben zu schaffen! Jesus sagt im Matthäusevangelium 4,4 „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt!“
Der Schlüssel zum Wunder: dem Wort vertrauen
Im Text heißt es: Der Vater glaubt dem Wort, das Jesus zu ihm spricht. Glaube ist von der Wahrheit des Wortes Gottes überzeugt. Gott kann nicht lügen. Gottes Kraft ist immer noch ungebrochen. Himmel und Erde vergehen, aber Gottes Worte bleiben bestehen. Hier liegt der Schlüssel zum Wunder.
Der Vater vertraut nicht seinen Gefühlen, nicht seinen Zweifeln, nicht seinen Umständen – er glaubt den Worten von Jesus. Woher ich das weiß? Der Vers 50 besagt: „Und er ging (heim).“
Der Glaube des römischen Beamten hat Werke. Schritte des Gehorsams.
Vielleicht singt er Loblieder auf dem Rückweg. Vielleicht durchlebt er innere Kämpfe. Aber bevor er Kapernaum erreicht, laufen ihm seine Diener entgegen und sprechen: Dein Sohn lebt! Tatsächlich ist die Heilung in der Minute eingetreten, in der Jesus die Worte des Lebens gesprochen hat!
„Herr, zu wem sollen wir gehen?“, fragt der Jünger Petrus einmal Jesus. „Du nur hast Worte des ewigen Lebens!“
Und der Mann trifft unverzüglich eine Entscheidung: Jesus ist nicht nur mein Heiler und Retter. Jesus muss auch der Herr in unserem Leben und in unserer Familie sein. Trauen Sie Gott noch wunderbare Geschehnisse in Ihrem Leben – in Ihrer Familie – zu?
Ein erlebtes Wunder – und was bleibt
Mein Vater wurde mit Hirntumoren zum Sterben nach Hause geschickt. Doch meine Mutter, eine gläubige Frau, wollte diese ärztlich diagnostizierte „Wahrheit“ nicht akzeptieren. Sie zog sich zum Gebet zurück, und nach Tagen teilte sie unserer Familie mit, dass Gott ihr ein Wort geschenkt hätte, das sie über dem Leben unseres Papas beten sollte (Psalm 118,17): „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.“
Wir Kinder waren skeptisch – ehrlicherweise völlig überfordert. Doch die Mutter betete jeden Abend über dem halbseitig gelähmten Vater die Verheißung der Bibel. Drei Jahre blieb sein Zustand unverändert. Doch in einer Nacht hatte mein Papa eine Jesus-Begegnung und wurde komplett geheilt. Er lebte danach noch weitere dreißig Jahre.
Diese Erfahrung erschütterte mein Weltbild und auch das Leben meiner Geschwister. Wir begaben uns auf die Suche nach Gott. Die ganze Familie ist heute in der Jesus-Nachfolge, und bei mir führte es dazu, dass ich Theologie studiert habe und Pastor wurde.
Dem israelischen Premierminister David Ben Gurion wird der Satz nachgesagt: „Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist.“
Dr. Eckart von Hirschhausen hat mal geschrieben: „Wunder sind für manche Menschen ein wunder Punkt. Für andere sind sie ein Wunderpunkt!“
Die Schlagersängerin Katja Ebstein brachte ein Lied heraus, in dem es heißt:
„Wunder gibt es immer wieder,
Heute oder morgen können sie geschehen.
Wunder gibt es immer wieder
Wenn sie dir begegnen musst du sie auch sehen.“
Ich möchte mit dem Psalmschreiber beten: „Herr, öffne meine Augen, dass ich deine Wunder sehe!“