09.09.2024 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Würdesäule
Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, das durch Mose gegeben war. Und Hilkija hob an und sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkija gab das Buch Schafan. Schafan aber brachte es zum König und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie.[...]
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Meine Lieblingswerbung von 'Brot für die Welt' ist die Wirbelsäule eines Menschen, die aus lauter Büchern besteht. Bücher und Bildung, heißt der Slogan, lassen Menschen aufrechter durchs Leben gehen.
Wer, wenn nicht ich, die ich mich seit Jahren von Büchern durchs Leben tragen lasse und andere im Radio darauf hinweise, glaubt, dass das wahr ist: gute Worte, tiefe Worte können Menschen aufrichten, Kraft geben, den Weg weisen. Worte können auch aufrütteln und wachmachen.
So geschieht es Josia, einem König aus dem Alten Testament, einem Gottesfürchtigen. Unter seiner Führung wird der von Salomo errichtete Tempel in Jerusalem renoviert. Man findet eine alte Buchrolle mit den Zehn Geboten – so berichtet es das 2. Buch der Chronik der Könige Israels in Kapitel 34.
Josia selbst lässt sich daraus vorlesen - und ist erschüttert, wie wenig davon das Zusammenleben der Menschen wirklich prägt. Er lässt das Buch nochmal vor der versammelten Gemeinde verlesen und erneuert anschließend den Bund mit Gott.
Darauf kommt es an: dass ich, Mensch, beginne, Gottes Worte, seine Liebe und Güte im Herzen zu tragen. Sie sollen mir mehr und mehr in Fleisch und Blut übergehen, mich innerlich stützen, wieder aufrichten, zu meiner Würdesäule werden.
Das alles kann Lesen, Vorlesen, Hinhören bewirken. Faszinierend einfach!