13.07.2026 / Das Gespräch

„Wir mussten ein komplett neues Leben starten“

5 Jahre Flut: Das „Hoffnungswerk“ bleibt an der Seite der Menschen im Ahrtal.

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„Alles wurde uns genommen, auf den Kopf gestellt und durchgeschüttelt,“ sagt Elli Karnotc. Sie gehört zum Team des Hoffnungswerks im Begegnungscafé „nur mut“ in Altenahr und ist selbst Flut-Betroffene. Stammgast im Café „nur mut“ ist Sarah Schäfer. Sie konnte in der Flutnacht mit ihren drei Jungs und dem Hund über eine Leiter aus ihrem Haus fliehen: „Ich lieb das, hier im Café zu sein und abschalten zu können vom Alltag. Jeder ist willkommen und ich habe noch nie so viele Menschen erlebt, die so menschlich sind, so herzlich und gastfreundlich.“

Der christliche Verein „Hoffnungswerk“ gründete sich vor fünf Jahren mitten in der Katastrophe. Neben zwei Begegnungsorten in Altenahr und Ahrweiler organisiert das Team des Hoffnungswerks einen offenen Jugendtreff, Outdoor-Erlebnisse für Kinder und Jugendliche, lädt zum Bouldern ein oder in die Werkstatt zur Fahrradreparatur. „Ansonsten gibt es seit der Flut kaum Angebote für Kinder und Jugendliche“, erzählt Elli Karnotc, „noch nicht einmal eine Parkbank zum Abhängen.“ Denn: viele Sport- und Spielplätze sind noch nicht wieder hergestellt, auch fünf Jahre nach der Katastrophe. „Die Menschen sind immer noch sehr aufgewühlt. Unser Auftrag bleibt es, Hoffnung weiterzugeben,“ sagt Andreas Kneisler, Vorstand des Hoffnungswerks. 1 ½ Stellen für Soziale Arbeit könnten besetzt werden für die Kinder- und Jugendangebote des Vereins, doch es fehlen Bewerber/innen.

Regina König war vor Ort im Café „nur mut“ und ist ins Gespräch gekommen mit Flutbetroffenen und mit denen, die an ihrer Seite bleiben wollen. 

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Autor/-in: Regina König