24.12.2019 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Wenn Jonathan singt
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
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Mein Sohn Jonathan hat ein merkwürdiges Hobby – er singt gerne Weihnachtslieder. Nicht nur jetzt, wo es passend ist, sondern das ganze Jahr über. Anfänglich fanden wir es noch ganz witzig, aber inzwischen ist der Rest der Familie nicht mehr amüsiert. Zu den passendsten, und mehrheitlich eben unpassendsten Gelegenheiten trällert er seine Lieder.
Dabei kann Jonathan wirklich gut singen - er ist ein fröhlicher kleiner Mann, der oft gedankenversunken vor sich her singt. Und immer dann, wenn sein Herz vor Glück und Freude platzt, dann teilt er es singend mit. Oder wenn er sich gruselt; allein nachts auf die Toilette zu gehen - dann trällert er fröhlich „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!“.
Wir haben schon mehrmals versucht, ihm noch andere Lieder beizubringen, aber er wirkt nie interessiert. Den Jubelgesang zur Weihnacht, den hat er verinnerlicht. So leben wir als Familie im regennassen Frühjahr, im sommerlichen Strandurlaub oder an stürmischen Herbsttagen immer in weihnachtsmusikalischer Begleitung unseres Sohnes.
Und jetzt, in diesen Tagen der Weihnacht, mögen wir endlich mitträllern. Wir freuen uns mit Tochter Zion, wir kommen mit den Hirten und wir besingen die stille und heilige Nacht. Allen voran Jonathan, der jeden Tag im Jahr so vor Glück zu bersten scheint, dass er die Ankunft von Gottes Sohn feiert und besingt. Gesegnetes Christfest.