07.03.2018 / Lied der Woche

Wenn Gott schweigt (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

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Das Lied „Wenn Gott schweigt“ hat als Refrain:

„Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir“ – ein Zitat aus dem 42. Psalm. Gleich zweimal kommt dort dieser Text vor. Und im selben Psalm heißt es in Vers 3:

„Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“ Es geht nicht einfach darum, „mal wieder“ etwas von Gott zu hören. Es geht um die Frage: Wer ist Gott? Seine Haltung gegenüber uns Menschen, die steht in Frage.

Für den Psalmbeter ganz klar ist offenbar das eine:

Ein lebendiger Gott – das ist ein Gott, der redet.

Helmut Thielicke, der zum Thema des Liedes ein ganzes kleines Buch verfasst hat, schreibt da: „Das Schweigen Gottes ist die größte Belastungsprobe unseres Glaubens. Wer wüßte das nicht!“

Thielickes bedenkenswerte Folgerung daraus lautet dann: „Sollte … jene beklemmende Stille um Gott nicht daran liegen, daß er schweigen will, … weil es mit uns noch nicht so weit ist, daß er zu uns sprechen kann?“

Autor/-in: Volker Storch