25.10.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Wen Gott lieb hat
Denn der Dienst dieser Sammlung füllt nicht allein aus, woran es den Heiligen mangelt, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken.
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Neulich habe ich mit Kolleginnen und Kollegen zusammengesessen und wir haben darüber gesprochen, warum wir wem was spenden. Es kam heraus, dass es etwas mit Zugehörigkeit zu tun hat - viele kennen den oder die persönlich, dem sie ihr Geld geben, und wollen einfach Teil der Unterstützung sein. Dann spendet man natürlich, wenn man von der Sache überzeugt ist und möchte, dass sie weitergeht. Oder auch wenn man selbst profitiert. Und: Wir waren uns einig, dass es sich auch einfach echt gut anfühlt, etwas geben, unterstützen zu können. Man wird selbst froh durchs Geben.
In seinem zweiten Brief an die Christengemeinde in Korinth erinnert der Apostel Paulus seinen Unterstützerkreis genau daran. Er schreibt: "Wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb." (2. Korinther 9,7). Und ein bisschen weiter unten im Brief steht, dass so eine Unterstützung nicht nur ein Dienst für Gott ist. Sie füllt nicht nur den Mangel eines Mitmenschen aus, sondern bewirkt vor allem, dass viele Menschen Gott dafür ihren Dank ausdrücken.
Das habe ich mir so auch noch nie überlegt. Wenn ich also was spende, dann kann ich persönlich damit Menschen in Verbindung mit Gott bringen! Wenn sie ihm danken, dann reden sie mit Gott. Mir ist es ein Anliegen, dass Menschen Gott kennenlernen und in Beziehung mit ihm leben. Ich würde zwar auch geben wollen, wenn ich nichts von Gott wüsste – aber das Argument des Paulus überzeugt mich: Bereitwilliges Teilen hat interessante und wünschenswerte Nebeneffekte.