24.10.2018 / Lied der Woche
Weil wir nur hören (4/7)
Ein Lied und seine Bedeutung.
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Weil wir nur hören, was wir hören wollen – dieses Lied von Manfred Siebald gibt mir schon seit einiger Zeit zu denken. Ich entdeckte es, als ich eine Sendung über die aktuellen Debatten zum Einfluss der Medien vorbereitet habe. Stichworte wie „Lügenpresse“ und „Manipulation“ geistern nicht erst seit gestern durch die Landschaft. Ich denke an wache Christen, die sich nicht haben beeinflussen lassen – im Dritten Reich etwa.
Der Liedermacher Manfred Siebald ist Jahrgang 1948, aber seine Eltern haben die Schrecken des Krieges noch hautnah miterlebt. Er selbst wächst in der Nachkriegszeit in aller Freiheit auf. In Schule und Studium lernt er die Vorzüge der westlichen Welt kennen. Manfred studiert amerikanische Literatur und wird darin, neben seiner Liedermachertätigkeit, zum angesehenen Fachmann. Eins seiner Forschungsgebiete ist das Motiv des verlorenen Sohnes in der amerikanischen Literatur. Und tatsächlich spricht auch dieses Lied ein wenig von diesem biblischen Gleichnis aus dem Mund von Jesus. Besonders die Worte des Refrains: Wir halten vor dir inne, so wie wir sind, so voll und doch so leer. Ein neues Herz gib uns, …. Erbarm dich Herr.