02.05.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Weil nicht sein kann ...
Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören.
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Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Vielleicht ist Ihnen diese Redewendung auch schon einmal begegnet? Die Bedeutung dieser Aussage ist relativ einfach: Man lehnt damit in der Regel eine Tatsache ab. Aber nicht, weil sie falsch ist, sondern weil sie vielleicht unangenehm ist, unerwünscht. Oder weil sie Konsequenzen mit sich bringen würde, denen man sich nicht aussetzen will. Es passt nicht zum bisherigen Leben oder der eigenen Haltung. Also lieber die Wirklichkeit verdrängen und die Augen davor schließen. Die Ohren am besten gleich mit.
Genau das hat Jesus zu seiner Zeit vielen seiner Landsleute im Volk Israel vorgeworfen: Sie waren nicht offen für seine Botschaft, sie wollten ihn nicht erkennen, weil er nicht zu ihrer Gottesvorstellung passte. Darum verschlossen sie sicherheitshalber Augen und Ohren! Aber zu denen, die ihm nachfolgen, sagt er: „Glückselig seid ihr, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.“ Nachzulesen im 13. Kapitel des Matthäusevangeliums.
Jesus geht es nicht um die Frage, ob jemand alles richtig verstanden oder sogar richtig gehandelt hat. Jesus jubelt über die Offenheit ihm gegenüber, über die Bereitschaft, sich von ihm mit dem Erkennen beschenken zu lassen: Du bist der Messias, der Christus, der Sohn Gottes. Sind Ihre Augen und Ohren offen für diese Botschaft? Denn dieses Geschenk gilt auch heute noch.