26.12.2025 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Weihnachtsbesuch

Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:

Lukas 2,27-28

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Für viele ist am zweiten Weihnachtstag ausschlafen angesagt. Vielleicht noch einen Besuch machen. Aber vermutlich nicht so einen Besuch, wie Simeon ihn vor fast 2000 Jahren im Tempel in Jerusalem abstattet.

Der Heilige Geist gibt Simeon einen Wink: „Auf, geh los.“ Simeon zieht sich an und marschiert in den Tempel. Damit hat Simeon es ins Lukasevangelium geschafft. In Kapitel 2, in den Versen 27 und 28 wird erzählt: „An diesem Tag führte der Heilige Geist ihn in den Tempel. Als Maria und Josef kamen, um das Kind dem Herrn zu weihen, wie es im Gesetz vorgeschrieben ist, war Simeon dort. Er nahm das Kind auf seine Arme und lobte Gott.“

Das Kind ist Jesus. Simeon begegnet Jesus. Ein jahrzehntelanger Wunsch ist erfüllt: Vor seinem Tod sieht er den Retter der Welt mit eigenen Augen. Genau das hatte Gott ihm versprochen. Simeon kann nicht anders. Er lobt und preist Gott, der hält, was er verspricht.

Und ich? Ich lege heute nicht die Füße hoch, sondern besuche einen Gottesdienst, der in mir den Gedanken festigt: „Gott hält, was er verspricht.“ Voll Freude singe ich im Blick auf meinen Retter: „Kommt und lasst uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren.“

Autor/-in: Pastorin Elke Drossmann