25.11.2024 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Weder reich noch arm
Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast. Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.
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Mir geht es gut. Da muss ich nur den Kühlschrank aufmachen und hineinschauen. Da muss ich nur in mein Auto steigen, um den nächsten Termin wahrzunehmen. Da muss ich nur morgens durch die Tür meines Arbeitgebers laufen.
Ich bin weit davon entfernt, reich zu sein. Ich muss mich aber auch nicht darum sorgen, was es heute zum Abendessen gibt. Und ich bin Gott sehr dankbar dafür. Tatsächlich hilft mir diese Lebenssituation, an Gott zu glauben. Warum ist das so? Ein Vers aus dem Buch der Sprüche in der Bibel bringt es auf den Punkt. Im Kapitel 30 lese ich:
„Armut und Reichtum gib mir nicht, lass mich das Brot, das ich brauche, genießen, damit ich nicht, satt geworden, leugne und sage: Wer ist 〈denn〉 der HERR? – und damit ich nicht, arm geworden, stehle und mich vergreife an dem Namen meines Gottes!“
Wer reich ist, steht in der Gefahr zu denken: Ich brauche Gott nicht. Wer arm ist, steht in der Gefahr, Gott Vorwürfe zu machen und für sich selbst zu sorgen, egal wie. Ich möchte im Vertrauen auf Gott leben. Das fällt mir auch mal schwer. Vor allem dann, wenn ich glaube, etwas zu brauchen – und es nicht bekomme. Statt mich dann über Gott zu ärgern, möchte ich ihn in dieser Not suchen.
Das fällt mir auch mal schwer. Vor allem, wenn ich im Überfluss habe und abgeben muss. Statt alles für mich zu behalten, möchte ich Gott fragen, wer es dringender braucht als ich.
Ich wünsche mir, dass ich in Allem immer wieder voller Vertrauen sagen kann: Gott weiß, was ich brauche. Er wird es mir geben.