23.08.2026 / Wort zum Tag
Wasser in der Wüste
Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen.
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Wasser ist in der Wüste lebensnotwendig. So waren Oasen mit frischem Wasser schon immer wichtig für Wüstenbewohner. Die Oase ist für uns sprichwörtlich zu einem Erholungsort geworden. Wenn wir von Oasen sprechen, meinen wir Orte, die uns guttun. Orte der Ruhe und Erfrischung. Wir brauchen sie immer wieder im Alltag unseres Lebens.
Der Prophet Jesaja erinnert sein Volk an die Zeit der Wüstenwanderung. Gott hat sein Volk befreit. Er führte sie aus der Sklaverei in Ägypten. Er führte sie durch die Wüste und er sorgte für sie. Sie finden hier keine Oase. Sie brauchen aber dringend Wasser. Gott greift wunderbar ein. Zweimal lässt er Wasser aus dem Felsen fließen für das durstige Volk. (2. Mose 17,1-7 und 4. Mose 20,1-13)
Jesaja erinnert das Volk Gottes daran.
Diese Erinnerung kommt durch die Bibel auch zu uns. Was bedeutet sie für uns?
Der Gott Israels will auch unser Gott sein. Er ist der himmlische Vater, der seinen Sohn zu uns sandte.
Jesus Christus hat sich eindeutig zu ihm, dem Vater im Himmel, bekannt. Nach seiner Taufe im Jordan öffnete sich der Himmel, der Heilige Geist kommt wie eine Taube auf Jesus herab und man hörte eine mächtige Stimme: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“
So darf auch ich gewiss sein, Gott ist da in der Wüste meines Alltagslebens.
Er ist nicht nur da, er rüstet mich auch aus mit seinem Geist.
Wasser bedeutet aber hier auch ganz praktische Hilfe im Alltag. Das Volk hatte ja wirklich Durst, es ist also hier wörtlich gemeint.
Wieder frage ich, was bedeutet das für mich, für uns? Wie sieht das in meinem Alltag aus? Sind dann plötzlich alle Fragen geklärt? Sind meine Probleme gelöst? Nein, so ist es nicht. Auf jeden Fall erlebe ich es nicht so.
Aber da ist ganz plötzlich ein Mensch da, mit dem ich mich austauschen kann. Nachher wird mir erst bewusst, wie gut mir der Austausch tat. Oder das Telefon klingelt, als ich zufällig ins Arbeitszimmer gehe.
Als ich das Gespräch annehme, ist es genau der Anruf, auf den ich gewartet habe.
So habe ich es immer wieder auf sehr unterschiedliche Art erlebt.
“Wasser aus dem Felsen“, muss ich dann denken.
Wenn ich heute zurückblicke, entdecke ich immer wieder diese Punkte in meinem Leben. Bewahrungen in der Kindheit. Hilfe in schwierigen Zeiten meines Lebens. Nicht sofort. Aber im Rückblick dann doch.
Vor Jahren sagte mal einer zu mir, dir gelingt immer alles im Leben. Ich dachte, wenn der wüsste…
Aber dennoch kann ich zur Ehre Gottes sagen: Er ließ...Wasser aus dem Felsen fließen.
Ich will lernen, darauf zu vertrauen, dass es auch so bleibt. Deshalb zum Schluss noch einmal Jesaja 48 Vers 21:
„Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen.“ (Jesaja 48,21)