30.08.2025 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Was, wenn mir was Böses passiert?
Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.
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Vor ein paar Wochen ist das passiert, was ich mir irgendwie beim Leben auf dem Dorf nicht vorstellen konnte: Unser Kellerfenster wurde aufgehebelt und mein E-Bike wurde geklaut.
Am Tag selbst kamen die üblichen inneren Fragen: Was war gerade geschehen? Wieso bricht jemand in ein fremdes Eigentum ein, um etwas zu stehlen?
Uns als Familie wurde natürlich auch etwas mulmig, wie leicht doch jemand ins Haus kommen kann. Zugegeben, das Kellerfenster stand auf Kipp. Dennoch sollte es nicht so einfach gehen, oder?
Der Verlust des Fahrrads ist das eine, das Wissen um eine fremde Person im Haus etwas ganz anderes. Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir für den Dieb beten. Mein persönlicher Wunsch ist: der Täter oder die Täterin soll Gott kennenlernen. Ja, das klingt verrückt, da gebe ich Ihnen recht.
Aber ich glaube fest daran, dass Jesus auch so etwas Böses nutzen kann, um daraus Gutes entstehen zu lassen.
In der Bergpredigt im Matthäusevangelium Kapitel 5 richtet Jesus eine Reihe von erklärenden Lehreinheiten an seine Zuhörer. In Matthäus 5 Vers 39 sagt Jesus dann folgendes: „Wehrt euch nicht, wenn euch jemand Böses tut! Wer euch auf die rechte Wange schlägt, dem haltet auch die andere hin.“
Zugegeben, das ist eine krasse Aufforderung. Die normale Reaktion wäre der Wunsch nach Rache. Bei Jesus kann der Täter trotz seiner bösen Tat, etwas Gutes erhalten.
Ist es nicht viel mehr wert einen Menschen für die Ewigkeit mit Gott zu gewinnen, als sich über den Verlust eines Gegenstandes aufzuregen?