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10.07.2026 / Talkwerk

Was hilft gegen Verzweiflung?

Talk mit Julia Martens, Christine Claudia Losing und Vanessa Schaufler.

Was hilft gegen Verzweiflung? Drei Dinge zeigen diese Geschichten: Wut und Angst aussprechen, statt sie zu verstecken. Hilfe annehmen, auch wenn es schwerfällt. Kleine Anker im Alltag finden. Im Talkwerk erzählen drei Menschen, wie das in Krebs, Trauer und Ablehnung konkret beginnt.

Als Julia Martens herausfindet, dass ihr Mann eine Affäre hat, packt sie die Koffer und zieht mit der gemeinsamen Tochter aus. Die aus ihrer Sicht logische Folge ist die Scheidung. Der Traum vom perfekten Familienleben ist geplatzt. Wie und warum sie und ihr Exmann nach einigen Jahren erneut geheiratet haben und heute eine glückliche Ehe führen, erzählt Julia im Talkwerk. 

Christine Claudia Losing weiß, wie sich der schlimmste Moment einer Mutter anfühlt. Im Januar 2025 verunglückte ihr jüngster Sohn Josua auf dem Heimweg von der Schule tödlich – er war fast sieben Jahre alt. Was sie in den Minuten danach erlebte, hat sie bis heute nicht losgelassen. Im Talkwerk erzählt Christine Claudia, wie sie und ihre Familie durch das erste Jahr nach dem Verlust gegangen sind. Über Vergebung, die sie selbst überrascht hat. Und über die Frage, die sie anderen Menschen mitgeben möchte: Was trägt dich wirklich, wenn das Leben aus den Fugen gerät? Schon als Kind spürt Vanessa, dass da mehr ist. Mehr als das, was man sehen oder fühlen kann. Sie sieht Gespenster im Zimmer, probiert Gläserrücken im Keller aus – und irgendwann wird aus dieser Ahnung eine echte Suche. Mit 16 findet sie im Yoga zum ersten Mal so etwas wie Ruhe. Aber die hält nie lange. Also sucht sie weiter: psychedelische Drogen, Reiki, Schamanismus, rohvegane Ernährung, Breathwork. Immer auf der Suche nach Heilung, Annahme und jemandem, der sie wirklich sieht. Was sie stattdessen erlebt: Stimmen, die sie beleidigen. Dämonen, die sie bedrohen. Und aus der Szene immer wieder dieselbe Antwort – du bist einfach noch nicht weit genug. Nach einer mehrjährigen Odyssee ist die innere Leere noch genauso groß wie am Anfang. Dann wächst in Vanessa eine neue Sehnsucht: Nach Familie, Mutterschaft und Verwurzelung. Und bei der Suche danach stößt sie auf etwas – mit einem Ergebnis, das sie selbst nie für möglich gehalten hätte.