02.10.2026 / Lied der Woche
Was gibt es Neues von Gott? (6/7)
Für Fragende, Suchende und Glaubende - Musik, die berührt, bewegt und neue Impulse gibt.
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„Was gibt es Neues von Gott?“ – Ein Lied von Wilfried Röhrig. Im Refrain definiert der Singer-Songwriter etwas genauer, was er denn mit dem Neuen meint: „Nicht Altbekanntes – Unerhörtes, noch nicht Benanntes.“
Es gehört zu den Unsitten des digitalen Zeitalters, dass jede Menge Dinge und Inhalte als brandneu, noch nie gehört, noch nie gesehen angepriesen werden – und wer schon ein paar Runden mehr auf diesem Globus gedreht hat, zwickt sich und sagt sich dann: Das ist doch kalter Kaffee. Das war vor dreißig Jahren schon mal da – da hieße es noch anders. Diese Farben, diese Muster – das sind die 70er. Dieser Song – der ist vielleicht frisch verpackt, ist anders arrangiert – aber neu ist der nicht; erstaunlich, dass er nach dreißig Jahren immer noch – oder wieder funktioniert.
Von Gott erwartet Wilfried Röhrig wirklich Neues – nicht Altbekanntes. Unerhörtes, noch nicht Benanntes. Und rührt damit gleich an zwei Eigenschaften Gottes: Gott, der Schöpfer des Universums, ist auch heute noch schöpferisch. Ist noch nicht fertig mit seiner Schöpfung. Denkt sich immer Neues aus. Ist immer für eine Überraschung gut. Gleichzeitig ist Gott die Verlässlichkeit in Person. Man kann ihn beim Wort nehmen. Altbekannte Verheißungen und Weisungen Gottes – die funktionieren heute immer noch. Der innovative – und der verlässliche Gott – dazwischen gibt es keinen Widerspruch.