10.05.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Was eine Mutter tun kann
Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom HERRN erbeten ist. Und sie beteten dort den HERRN an.
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
Vor etwas mehr als 3.000 Jahren lebte in Israel eine Frau Namens Hanna. Das Alte Testament der Bibel erzählt von ihr. Hanna ist lange kinderlos und bittet Gott um Hilfe. Gott erhört ihr Gebet; Hanna bekommt einen Sohn, den sie Samuel nennt. Damit beginnt allerdings keine Bilderbuchfamiliengeschichte in den Bergen des Westjordanlandes. Nein: Hanna und ihr Ehemann geben das Kind in die Obhut des Priesters, der von ihrem Kinderwunsch erfahren hatte.
Vielleicht ist Samuel drei oder vier Jahre alt, als es für ihn nach Silo geht, mehr als 40 Kilometer von zuhause und seiner Familie entfernt. Dort in Silo ist das Heiligtum Gottes, in dem Samuel von nun an nur für Gott leben, lernen und arbeiten soll. Seine Eltern sieht er fortan einmal im Jahr, seine Geschwister? Keine Ahnung. Seine beiden Pflegebrüder sind korrupte Halunken, und sein Ersatzvater (falls er den Namen verdient) war steinalt.
Wie soll Samuel unter den Umständen vernünftig aufwachsen?
Seine Mutter gibt ihn in die richtige Obhut. Sie sagt: "Das Kind soll für sein ganzes Leben dem HERRN gehören." (1. Samuel 1,28). Samuels Heimat ist nicht in Silo. Nicht beim Priester Eli. Er ist nicht allein. Er wohnt bei Gott!
Alle Äußerlichkeiten, alle miserablen Zustände des Lebens, jede Situation, in der ich nicht stecken will und die Orte im Leben, an denen ich eigentlich nicht sein möchte – all das wird unbedeutend, wenn ich nur beim HERRN bin. Wo auch immer Sie gerade nicht sein wollen – Gott ist da, und bei ihm können Sie sein.