22.10.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Vom Richten und Messen

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

Matthäus 7,1-2

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Wie schnell sind andere Menschen beurteilt, verurteilt oder, salopp ausgedrückt: abgewatscht. Am besten dann noch hinterrücks in einer Runde, in der die oder der auf diese Art Verpönte nicht anwesend ist. In solchen Lästerrunden wird gemeinsam über jemanden hergezogen, auch wenn man sich ansonsten vielleicht nicht besonders gut versteht – aber im Moment des Aufregens sind sich alle einig.

Blöd nur, wenn man selbst der- oder diejenige ist, die zur Zielscheibe verbaler Gehässigkeiten wird. Laut Bibel aber ist es noch blöder, wenn man selbst Lästerreden schwingt und andere aburteilt. Denn dann zieht man den Zorn Gottes auf sich. Aus gutem Grund, denn im Matthäusevangelium, Kapitel 7, in den Versen 1 bis 2 heißt es: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.“ (LUT 2017)

Klingt hart und ist hart. Da kann man schon zusammenzucken. Aber es gibt auch einen guten Weg – nämlich den, eben nicht über andere herzuziehen. Die eben zitierten Verse lauten in der Übersetzung der „Neues Leben“-Bibel: „Hört auf, andere zu verurteilen, dann werdet auch ihr nicht verurteilt. Denn wie ihr über andere urteilt, wird man über euch urteilen. Nach dem Maß, nach dem ihr anderen gebt, wird man auch euch geben.“

Eine gute Motivation für heute. Sie und ich, wir sind eingeladen, statt hinter dem Rücken über andere zu reden, diesen ehrlich und freundlich zu begegnen.

Autor/-in: Annegret Schneider