12.04.2026 / Wort zum Tag

Verschlossene Türen

Jesus kam, obwohl die Türen verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch!

Johannes 20.26

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Im Bibelwort für den heutigen Tag, in Johannes 20,26, heißt es: „Jesus kam, obwohl die Türen verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch!“

Zur Erinnerung: Die Jünger waren nach dem Tod von Jesus voller Angst. Fest verriegelten sie ihre Türen, weil sie sich fürchteten, auch verhaftet zu werden.

Was sie erlebt hatten, überforderte sie. Nichts von dem, was sie erhofft hatten, war eingetreten. Einerseits vertrauten sie Jesus. In ihren Herzen hallten die Worte wieder, die sie schon einmal an Jesus gerichtet hatten: Stärke unser Vertrauen zu dir!

Wer von uns kennt diese Erfahrung nicht?! Wir sind Jesus begegnet, haben sein Wirken erlebt. Wir vertrauen ihm. Wie schnell lassen die Widrigkeiten des Lebens unser Vertrauen zu Jesus wanken! Wie schnell fürchten wir uns vor dem, was kommen könnte! Wir leiden unter dem, was geschehen ist.

Wir verschließen die Tür unseres Herzens. Aber, wer kann ein verschlossenes Herz lieben? Kann es von Liebe und Frieden erfüllt sein? Der auferstandene und gegenwärtige Jesus durchbricht verschlossene Türen.

Er begegnet Ihnen und mir auch heute mit seinem Zuspruch: Fürchte dich nicht!! Das meint nicht, es gibt keine Gründe mehr, sich zu fürchten und alles ist wieder gut. Jesus kommt in unsere Verschlossenheit. Wo bestimmt uns die Angst? Was macht uns Not?

Wo sind wir enttäuscht vom Leben, von anderen Menschen, von uns selbst?
Fühlen wir uns verletzt, verraten, verlassen und einsam? Wo haben wir andere enttäuscht? Verletzt, verraten, verlassen? Wo sind noch offene Rechnungen, die uns schwer zu schaffen machen? Wo gehen wir eigene, einsame Wege, ohne nach Jesus zu fragen?

Was bedeutet er uns? Trauen wir ihm zu, dass er wirklich helfen kann? Er kommt auch in unsere Mitte, unsere Verschlossenheit. Er rührt unser Herz an. Jesus erinnert uns: Er hat schon alles bezahlt, alles durchlebt, alles durchsiegt! Er nimmt uns die Not und die Last ab.

Geben wir sie an ihn ab, vertrauen wir uns vorbehaltlos ihm an. Lassen wir uns vom auferstandenen und gegenwärtigen Herrn in den Mantel seiner Liebe einhüllen. Er schenkt uns seinen umfassenden Shalom, seinen Frieden. Dieser Shalom schlägt die Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und seinen Menschen. Zwischen meinen Mitmenschen und mir.

Sein Friede erfülle Ihr Herz und bestimme Ihr Leben an jedem neuen Tag.

Autor/-in: Pastor Harry Moritz