13.11.2019 / Aktuelles vom Tag
„Unverbindliches Mitgefühl reicht nicht aus!“
EKD-Synode: Rechte und Belange der Opfer sexualisierter Gewalt in den Vordergrund stellen
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
Was, wenn das Kreuz an der Wand und das Gesangbuch auf dem Tisch nervös machen? Mit dieser Frage eröffnete gestern auf der EKD-Synode in Dresden Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Kirche, den wohl emotionalsten Tagesordnungspunkt: die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt innerhalb der evangelischen Kirche. Bischöfin Fehrs ist Vorsitzende des Beauftragtenrates der evangelischen Kirche. Was tut die evangelische Kirche, um das Leid aufzuklären und weiteres zu verhindern? Insgesamt sind der evangelischen Kirche bislang 770 Missbrauchsopfer bekannt. 60 Prozent davon betreffen Fälle aus dem Bereich der Diakonie, etwa ehemalige Heimkinder. 40 Prozent ereigneten sich in Kirchengemeinden. Neu auf den Weg gebracht wurde in Dresden ein Betroffenenbeirat, der sich im Frühjahr 2020 konstituieren soll. Zudem hat der Rat der EKD eine Gewaltschutzrichtlinie beschlossen. Sie legt Schutzstandards in den Gemeinden fest. Vor Ort beobachtet Regina König die Beratungen der 120 Mitglieder der Synode der EKD-Synode.
Das könnte Sie auch interessieren
28.06.2018 / Aktuelles vom Tag
Sexueller Missbrauch im Raum der Kirchen
Kommission gibt Opfern eine Stimme.
mehr06.04.2018 / Aktuelles vom Tag
Eine Kultur der grenzachtenden Kommunikation
Nordkirche führt Gesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ein.
mehr